Radtour Bangkok – Phuket der Ablauf

1. Tag – Bangkok
Samstag, 05.02.2011
Infoabend vor dem Tourstart
Kurz nach dem Check-In im „Majestic Grande“ 4* Hotel im Zentrum von Bangkok spediert mich der Lift in den 7. Stock, wo wir
Radler von Martin Brot, Tour-Power-Man und Inhaber der „Siam Bike Tour“, ein auf Anhieb einnehmend sympathischer Kerl,
wichtige Informationen zur anstehenden Tour erhalten. Alles tönt unverschämt vielversprechend, meine Nervosität steigt ins
Unermessliche. Auf die Vorstellungsrunde unter uns Radlern, ein Klassiker aus den 90iger und der Jahrtausendwende, im
heutigen Zeitgeist ein längst überholtes Ritual, wird vorbildlich verzichtet! Haben wir doch beim anschliessenden, gemeinsamen
Nachtessen genügend Zeit, uns gegenseitig zu beschnuppern und unsere Lebensläufe, welche zwar kein Knochen interessiert,
runter zu spulen und mit all den sportlichen Erfolgen vergangener Tage aufzutrumpfen. In den Gesichtszügen der Anwesenden
erkenne ich eine gequälte Anspannung. Es herrscht noch vornehme Zurückhaltung, welche sich etwas lockert, als jeder der
Anwesenden gratis ein einheitliches Tourveranstaltungs Rennradtrickot erhält. In den nächsten Tagen werde ich also zur
tragenden und fahrenden Werbesäule. Freude herrscht!
Sonntag, 06.02.2011 – 1. Etappe: Phetchaburi (Start) – Hua Hin = 76 Km
Mein Tag startet um 05.00 Uhr. Um 06.00 Uhr sitze ich bereits am Frühstückstücktisch und schaufle entscheidende
Kohlenhydrate rein. Kurze Zeit später steigen wir nicht auf’s Rennrad, sondern in fünf Minibusse, welche uns im ruckartigen
Stop und Go zirkulierend aus der hektischen Stadt Bangkok hinaus fahren. Nach anderthalb Stunden erreichen wir „Petchaburi“
und es heisst, auwauwauwau!, Räder zusammenstellen und Luftdruck kontrollieren. Nun, in diesem Fachgebiet bin ich alles
andere als zu Hause! So hole ich mir bereits am ersten Tag eine in Stein gemeisselte Blamage, als ich verzweifelt versuche, das
hintere Laufrad in die Gabel zu pferchen, was kläglich misslingt, da mir notorisch die Kettenblätter der Tretkurbel und den
Ritzeln oder wie das Zeug auch heissen mag, in die Quere kommt! Chen und Ludi, zwei wachsame “Troubleshooters” erkennen
meine prekäre Notlage und mit drei geschickt fachmännischen Handbewegungen befreien sie mich aus meinem Elend.
Die Sonne brennt erbarmungslos auf uns runter, die Temperaturen haben die 30 Grad Schwelle längst überschritten, als wir
„Petchaburi“ hinter uns lassen. 25 Radler, 17 Männer und 8 Frauen aus 8 Nationen, 24 Durchtrainierte und 1 Geniesser (wer
äch?), die Meisten präsentieren sich jung, schlank und rank, Wenige mit einem kleinen Ansatz und einer, mit Wabbelbauch
schwappenden 5 kg Übergewicht, der bin ich. 34 stahlharte und 16 geschmeidige Wadli wirbeln in einer 120 Kadenz, ein
faszinierende Bild!
So, wann geht’s endlich los?
Die erste Etappe erlebe ich im humanen Sauerstoffbereich, die Einrollstrecke ist flach und wir fahren auf verkehrsarmen, gut
asphaltierten Nebenstrassen durch eine abwechslungsreiche, bunte Landschaft. Ludi reicht aus dem fahrenden Wagen
isotonisch aufgepepte Getränkeflaschen; ich fühle mich wie ein Mannschaftskapitän an der Tour de Suisse.
Erste Sprüche fallen. Nichts Hochgeistiges, nein, der Sauerstoff wird ja nun in den Wadli benötigt. Ein kunterbuntes Radvölklein,
das sich da Richtung Süden bewegt, ein wahrer Schmelztiegel unterschiedlicher Charaktertypen. Max*, sein graumeliertes Haar
flattert richtungslos unter dem Helm hervor, erzählt voller Stolz von all seinen vergangenen Radler-Errungenschaften. Und es
sind nicht wenige! Sein Leben, so scheint es, hat er bisher auf dem Velosattel verbracht. Er kennt alle Strasse dieser Welt. Oder
Bruno*, seine rasierten und auf Hochglanz eingeschmierten, schneeweissen Wadli blenden mich fast vom Sattel. Er rollt still vor
sich hin und sieht doch brandgefährlich aus. Bestimmt plant er bereits seinen ersten Angriff! Und da ist Jan*, ein drahtiger und
nervöser Kerl, brösmelet in seinem hochbayerischen Mundart irgendwas Unverständliches vor sich hin. Oder Jutta*, sie redet
und redet und sagt doch nichts. Ihr inhaltsloses „Never Ending Story“- Geplappler ist anstrengender, als die vielen Gänge zu
würgen. Oder Roger*, sonnengebräunt und mit voller Absicht in purem Weiss eingekleidet erzählt, dass er kürzlich auf Grand
Canaria die Form seines Lebens geholt habe. Ich schmeisse mich sofort in seinen Windschatten.
Lockere Fahrt im Windschatten!
In einem kleinen Nest an der Küste, mit dem wohlklingenden Namen „Cha-Am“ gibt’s eine Essenspause. Serviert wird Spannferkel
vom Grill bis zum Abwinken. Dazu knackiges Gemüse, Sticky-Reis, frische Mangos und Melonen. Für Zartbesaitete gibt’s
Chicken.
Um 14.30 Uhr erreichen wir Hua Hin, das älteste Seebad Thailands mit einem 5 km langen, weissen Sandstrand, ein beliebter
Badeort am Golf, wo die Königsfamilie einen Sommerpalast bewohnt und wo auch viele ausgewanderte, begüterte Rentner aus
der Schweiz sich sonnen. Die erste Etappe ist geschafft. Zufrieden lösche ich mir den Durst mit zwei „Singha’s“ und dümpfe
meine Füsse ins lauwarme Meer, unser Hotel liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt.
Am Abend schlendere ich mit einigen Kollegen neugierig durch den Abendmarkt und mit einem Thai-Massaman Chicken-Curry
mit gerösteten Erdnüsse, Kartoffeln, Lorbeerblätter, Kardamom Schoten, Zimt, Palmzucker und und und, ein muslimisches Thai-
Gericht aus dem Süden Thailands und eine meiner Lieblingsspeisen mmmmmmmmm………. beende ich die erste hitzige
Einrolletappe.
Montag, 07.02.2011 – 2. Etappe: Hua Hin – Prachuap Khiri Khan = 127 km und 128 Höhenmeter
Obwohl wir gestern lediglich 72 km gefahren sind, schreien meine abgefahrenen Arschbacken, als wir um 08.00 Uhr morgens
„Hua Hin“ hinter uns lassen. Mindestens 1000 Vorbereitungskilometer hatte der Veranstalter empfohlen. Es rächt sich jetzt, dass
ich seit mitte September 2010 nie mehr auf einem fahrenden Rennradsattel gesessen habe. In einem moderaten Tempo um die
30 km/h radeln wir auf der Küstenstrasse. Wiederum eine Flachetappe mit lediglich 128 Höhenmetern und heissen 35 und mehr
Celsiuses.
Eine abwechslungsreiche, farbenprächtige Naturlandschaft präsentiert sich uns. Kokosnuss-, Annasplantagen, Reisfelder,
Shrimpsfarmen und plattgefahrene Schlangen lassen keine Langweile aufkommen. Wir tauchen in den „Khao Sam Roi Yot“
Nationalpark ein. Vögel zwitschern aus voller Kehle und verspielte, wilde Affen springen kamikazemässig vor unsere Rädern. Es
ist nun höchste Bremsbereitsschaft angesagt. Kurze Zeit später fahren wir in die verschlafene Provinzhauptstadt „Prachuap Khiri
Khan“ ein. Nach einem kurzen Getränkestop geht’s weiter. Immer wieder winken und schreien uns am Wegrand verspielte
Kinder und staunende Erwachsene ein freundliches „Hello“ zu. Klar, Farangs auf Rädern, die in brandheisser Glut der Sonne
über den Asphalt donnern, sind nicht alle Tage einzufangen. Nach 80 km und einer scharfen Rechtskurve öffnet sich ein Bild
wie am Eingang zur Himmelspforte. In purer Leidenschaft liegt vor uns der Golf von Thailand mit seinem perlmutterweissen
Traumstrand. Die Uferpromenade präsentiert sich wie aus einem prämierten Bilderbuch. Hunderte, im sanften Winde wehende
Palmen und ein romantisch gelegenes Restaurant, nur für uns alleine. Mein Herz rast vor Freude!
Es rumoret und knurrt nun gewaltig in meiner Magengegend, höchste Zeit etwas Währschaftes zu futtern. Alles ist bereits
aufgegleist, Martin hat wieder einmal mehr alle Register einer professionalen Planung in Bewegung gesetzt. Kaum sitzen wir am
gedeckten Tisch wird das bekannteste Gericht Thailands, „Tom Yam“, eine würzig, sauer-scharfe Fischsaucen-Suppe mit
Zitronengras, Tamarinde und für mich, auf meinen sehr eindringlichen Wunsch hin mit wenigen, sehr wenigen Chillies und mit
null Koriander, dazu langkörniger Jasminreis mit Fisch serviert. Frische Mangos und saftige Ananas runden dieses Gedicht ab.
Tom-Yam-Suppe mit Krabben und Zitronengras
Elegant und mit vollem Bauch schwinge ich mich nach einer Stunde mit einem epochalen Hüftschwung wieder auf’s Rad.
Nun wird’s so richtig hart. Der innere Schweinehund ist gefordert! Immerhin, die Fahrt an der wunderschönen Uferpromenade
entlang entschädigt mich für die letzten strapaziösen 35 km. Das Hotel soll wiederum an einem Traumstrand liegen.
Es hat sich so eingebürgert, dass wir uns jeweils nach Tour-Ankunft im Hotel mit einem eisgekühlten Bier auf das Abendessen
einstimmen. Eine gute Gelegenheit auch, auf das Tagesgeschehen zurück zu blicken und die eine oder andere Episode
aufzufrischen. Es wird viel gelacht, gescherzt und blagiert und schliesslich verduftet einer nach dem anderen unter die
erfrischende Dusche…….
Dienstag, 08.02.2011 – 3. Etappe: Prachuap Khiri Khan – Haad Baan Krut = 72 Km und 105 Höhenmeter
Ein bunter Riesenschnetterling flattert nervös im zick-zack Kurs über unsere Häupter hinweg, eine winselnde Promonadenmischung
beaugapfelt uns melancholisch, ein schnurrender Kater schmeichelt neugierig um unsere Räder und Wadli herum und
bettelt um Streicheleinheiten und eine fliegende Vogelvielfalt zwitschert um die Wette. Eine faszinierende, multikulti-Tierwelt
begeistert uns am Start zur 3. Etappe. Das Thermometer zeigt 30 Grad, die Armbanduhr 8 Uhr als es los geht und wir in die
Pedalen drücken. Ein alter Einheimischer steht achtungsvoll am Strassenrand und winkt uns Farangs zu, er lächelt ohne Zähne.
Der Himmel zeigt sich auch heute wieder wolkenlos. Es stinkt grausam nach süsssaurer Sonnenschutzcrème unterschiedlicher
Stärkeklassen; das ganze Gelände ist richtig gehend eingenebelt! Einige Radler haben gestern bereits ihren ersten Sonnenbrand
eingefahren und präsentieren sich entsprechend geröstet in der Landschaft.
Angenehme Nebenstrassen, manchmal mit Kokosnüssen und Schlaglöcher gesegnet und verkehrsarme Hauptstrassen und ein
unglaublich eingeschlagenes Höllentempo unterwegs prägen den heutigen, sehr abwechslungsreichen Tag. Um 10.15
katapultiere ich mich im Pannen-Gesamtklassement auf den 1. Platz. In 2 ein halb Tagen erleide ich 3 Schleicher. Eine
Erfolgsgeschichte! Wiederum sorgen Ludi und Chen dafür, dass ich keine schmutzigen Hände kriege. Der Service, den uns Ludi
und Chen auf dieser Radtour abliefern, sprengt schlichtweg den Rahmen der Vorstellungskraft! Ich kann es in Worten nicht
annähernd beschreiben. Bei jedem Stop, kaum aus den Pedalen geklickt, erhalten wir feuchtigkeitsgetränkte „Refreshing
Towels“ um die salzigen Spuren des Kampfes aus dem Gesicht zu wischen. Colas, Bananen, Pomelos und auch ein
riesengrosses Becher mit Eiswürfel runtergekühlter Kaffee werden jedes Mal unaufgefordert verteilt. Während wir irgendwo an
einem lauschigen Plätzchen entspannt die Füsse in den Himmel strecken und genüssliche die ganze Ladung reinziehen, füllen
die Beiden unsere leeren Bidons mit „Electrolyte Beverage Powder“ wieder auf. Dass dabei auch gleich noch der Luftdruck
geprüft wird, ist bezeichnet. Bei Ankunft im Hotel erhalten wir nicht nur erfrischende Drinks, sondern auch gleich den
Hotelzimmerschlüssel in die Hand gedrückt. Das mühsame Anstehen am Check-In Schalter des Hotels und das noch
aufreibendere Formularausfüllen bleibt uns erspart. Rad, Helm und Schuhe können einfach dem Schicksal überlassen werden.
Am Morgen finden wir alle Utensilien geordnet und übersichtlich aufgereiht wieder vor. Fast vergessen habe ich, dass die
schweren Koffern jeweils vom Hotelpersonal unentgeltlich ins Zimmer geschleppt und wieder abgeholt werden. Wir brauchen
uns um Nichts, aber auch gar Nichts zu kümmern. Einzigartig!
Fein säuberlich und geordnet am Morgen zum Abholen bereit
Die letzten 15 km legen wir nochmals einen Zacken zu und speeden auf dem feinen Asphalt dem Strand von „Haad Ban Krut“
entgegen, unser Etappenziel ist erreicht. Es empfängt uns ein ruhiger, idyllischer Badestrand in einer bezaubernden Bucht,
welcher uns zum „Dolce far Niente“ motiviert.
Mein traumhafter Bungalow, eingekleidet in kokusnusstragenden Palmen und reichhaltiger Flora, liegt nur 1 Minute vom
malerischen Meeresstrand entfernt. Verträumt verfolge ich die ins Meer schmelzende Sonne, eine einmalig, grandiose
Abendstimmung! Genuss pur! Es dämmert rasch und ich schaue zurück auf einen wiederum erlebnisreichen Tag.
Für eine Nacht mein Bungalow Traumhaft
Mittwoch, 09.02.2011 – 4. Etappe: Haad Baan Krut – Chumphon = 126 km und 399 Höhenmeter
Ein nimmermüder Güggel kräht mich um 0445 Uhr aus meinem Koma. Draussen dominiert noch tiefe Nacht.
Einige Radler, mit wahnsinns gespenstischen Tränensäcke und dunklen Augenringen nähern sich uns. Ja, sie seien gestern
Abend noch etwas unterwegs gewesen, versucht Hugo* mit seiner tiefen, timbrierten Stimme uns zu erklären. Seine Augen
schauen etwas nachdenklich ins Ungefähre, als wären Hopfenbrause und Hochprozentiges noch nicht ganz aus dem Körper raus
geschwemmt. Es scheint, dass diese durstigen Kehlen ihr verzerrtes Gesicht bis weit über die Geisterstunde hinaus im Bierglas
betrachtet haben.
Wir fahren los, etwas gemütlicher als auch schon.
Mit meiner 30 Gang „Shimano Ultegra“ Ausführung habe ich mich inzwischen gut angefreundet. Es rollt wie geschliffen. Gut, im
Angesicht des Schweisses, strampeln muss ich trotzdem noch pausenlos alleine. Meinem miesen Sattel kann ich aber nach wie
vor keinen bravourösen Gütesiegel ausstellen.
Die täglichen Hitzegrade und die hohe Luftfeuchtigkeit sind kein Thema mehr. Alle haben sich inzwischen auf diese erschwerten
Rahmenbedingungen positiv eingestellt.
Heute geht es recht wellig zu und her. 40 km Rolling Hills! Das stetige „Auf“ und „Ab“ fordert mich richtig gehend heraus, ich
spüre erste Anzeichen einer Fettverbrennung. Der Sauerstoff muss ich nun tief aus meiner Lunge herauskratzen. Lautstark
röchle ich in die Gegend hinaus. Wer mich kennt weiss, dass diese unüberhörbaren testosteronvernebelten Laute nichts über
meinen momentanen Formzustand aussagen. Meine Tourkollegen aber, die mich ja erst vor wenigen Stunden kennen gelernt
haben, verrenken verwirrt ihre Hälse zu einem grossäugigen Erstaunen. Die denken bestimmt, dass für mich die ultimativ
letzten Sekunden geschlagen haben. Sollen sie doch. Ich ignoriere die besorgniserweckenden Blicke und geniesse die
verkehrsarme Fahrt durch die schattenspendenden Palmenwälder und den zahlreichen Garnelenfarmen und den immens
grossen Reisfeldern.
Heftige Windböen machen sich bemerkbar. Unerschrocken blasen sie ihre heisse Luft direkt in unsere schweissgebadene
Gesichter, es fühlt sich an, als wären zehn Haarföhne in der höchsten Hitzestufe gezielt auf uns gerichtet. Jeder versucht in
Deckung zu gehen und versteckt sich hinter einem grossen Rücken. Niemand will nun freiwillig die Führungsposition
einnehmen. Es kommt zu einigen harmlosen Scharmützel.
In doppelter Lichtgeschwindigkeit erreichen wir unser Etappenziel „Thung Wua Laen – Beach / Chumphon“, direkt am Meer
gelegen, ein umwerfend beeindruckender Fleck, 15 km von der Provinzstadt Chumphon entfernt. 127 km und 516 Höhenmeter
haben wir heute gemeistert, höchste Zeit für das rituale Ankunftsbier Chang! Chang heißt übrigens Elefant, ein Tier, welches die
Thais sehr gerne haben. Wir lieben beide, Chang und die Flüssigkeit.
Donnerstag, 10.02.2011 – Ruhetag in Chumphon
In den letzten 4 Tagen sind wir über 400 km geradelt, haben 600 Höhenmeter überwunden und täglich Celsiusgrade über 35
Grad überlebt und auch einige Hektoliter Bier die durstigen Kehlen runter gespült. Der einzige Ruhetag ist mehr als verdient!
Freitag, 11.02.2011 – 5. Etappe: Chumphon – Ranong = 139 Km und 569 Höhenmeter
Heute steht die Königsetappe auf dem Programm. 145 km! Von Zürich nach Basel und zurück oder von Zürich über Bern ins
Fribourgische oder 1000 mal rund um den Bucheggplatz. Könnte natürlich noch viele andere Beispiele aufzählen, aber wer
interessiert dies überhaupt? Ein Blick in meinen Biorythmus hätte ich besser bleiben lassen. Die physischen Werte pendeln
blöderweise tief unten in der Erholungsphase, statt auf dem höchsten Gipfel der Leistungsfähigkeit. Unser Tour Mann Martin
schreit ein „Let’s go“ in die Menge und schon bewegt sich das Feld weiter in Richtung Süden.
Konzentriert hinter Tour Mann Martin
Noch 142 km…nur noch 141 km….bis zum erlösenden, kühlen Chiang Bier und Chokdee! Apropos Durst. Der Flüssigkeitsbedarf
ist enorm. Pro Stunde stürze ich mehr als 2 Liter isotonisches Irgendwas die Kehle runter, um den Wasserhaushalt bei Laune zu
halten. Es ist auch heute wieder sehr heiss, am Start um 07.00 Uhr war es bereits über 30 Grad!
Nach 16 km passieren wir „Isthmus von Kra“, die engste Stelle zwischen dem asiatischen Kontinent und der malaiischen
Halbinsel. Die Entfernung zum westlich gelegenen „Sungbei Bati“ in Burma oder Myanmar, wie es heute heisst, beträgt nur
noch 54 Kilometer. Immer wieder werden wir von einer bezaubernden Naturlandschaft abgelenkt und von der wirklich
übelriechende Stinkfrucht „Durian“, welche in diesem Gebiet angebaut wird, in einen abgehobenen Zustand versetzt. Es geht
wieder hügliger und kurvenreicher zur Sache.
Mit über 30 Speed und 36 Hitzegrade unterwegs
Martin hebt den rechten Arm hoch, das Tempo reduziert sich augenblicklich. Nicht ohne Grund. Wir trauen unseren Augen
nicht. Ein mega tosender Wasserfall schäumt aus dem Nichts und lädt uns zum Abkühlen ein. Einige Aufgeheizte lassen sich
nicht zwei Mal bitten und stürzen sich mit voller Montur ins kühle Nass.
Ludi ruft zur Fotosession auf. Der azurblaue Himmel, welcher die in allen Rot- und Gelbtönen brennenden Bäume um uns
herum auf malerische Art und Weise verzaubert, hat es ihm angetan. Eine wahrhaft beeindruckende Kulisse!
Bitte schön lächeln……………….
Die Kleinen stehen vorne, die Grossen hinten, die Narzisten in der Mitte und die Bescheideren am linken und rechten Seitenrand.
Da schreit auch bereits ein Hemmungs-Entriegler das abgedroschene „Cheese“ in die Runde, es blitzt und ich habe leider
beide Augen geschlossen! Ja super! Aber Ludi meint es gut und will unbedingt nochmals ein Foto schiessen und so präsentiert
sich jeder erneut von seiner fotogensten Seite, rückt das Trikot in seine optimale Position, zieht wieder kräftig den Bauch rein
und die Mundwinkel steil nach oben und lächelt fratzenhaft in die Kamera. Es herrscht Atemstillstand. Ludi drückt auf den
erlösenden Auslöser und alle erwachen wieder zum Leben und das gequälte Lächeln im Gesicht schmilzt wieder in seine
Ursprünglichkeit.
Ich liebe solch gestellte Aufnahmen, sie kommen so unnatürlich daher, wiederspiegeln das wahre Leben, wenn wir täglich eine
Maske montieren und eine Show abziehen und uns von unserem wahren ICH entfernen.
Uuuuiiiii, bin ich in der Sternstunde Philosophie gelandet? Was schreibe ich da nur für einen irren Blödsinn. Ist diese geistige
Deformation bereits ein erstes Anzeichen eines Ermüdungseinbruches? Eigentlich fühle ich mich noch nicht am Ende!
Einige benützen noch die Gelegenheit, den Restposten aus ihrer Blase zu schütteln, anderen füllen die Bidons mit einem
thailändischem Red Bull auf und einige sitzen bereits ungeduldig in Wartestellung auf ihrem Göppel.
Die Milchsäure in den Beinen siedet, der Puls rast und es knurrt einmal mehr nahrungsfordernd in meiner Magengegend und ich
bin zufrieden, dass Martin nach 110 km einen Mittagsstopp ausruft. Ich hole mir meine verlorenen Energieschübe mit einer
leckeren Nudelsuppe und einem knusperig gebratenen Fisch mit reichlich dekoriertem Chnobli und frischem al dente Gemüse
und einem rassigen Papayasalat inklusive beruhigendem Meeresrauschen im Hintergrund wieder zurück und streichle mir nach
der exzellenten Essenszufuhr zufrieden über den vollen Bauch.
Gestärkt radlen wir die letzten Kilometer zur Provinzhauptstadt Ranong am Indischen Ozean; mein Blick auf den Tacho wird
intensiver, ich zähle nun jeden Kilometer einzeln! Nach knapp 150 Kilometern die Erlösung. Das lang ersehnte Ziel ist erreicht.
Nun ist dringend Erholung angesagt. Mit einer müden Hechtrolle lande ich im Bett.
Samstag, 12.02.2011 – 6. Etappe: Ranong – Kuraburi = 128 km und 557 Höhenmeter
Hellwach drehte, streckte und verbog ich mich die ganze Nacht von links nach rechts, von oben nach unten, lag mal quer, dann
wieder gerade, zählte bis 100 und zurück, buchstabierte das Alphabet in kleinen und grossen Buchstaben, formte den Satz „ich
will nun endlich einschlafen“ ins Plusquamperfekt und und und. Nichts nützte es. Mein Kreislaufsystem radelte die ganze Nacht
durch und gönnte mir keine winzig kleine Ruhepause.
Es scheint, dass es dem einen oder anderen Schlafgesicht auch nicht besser erging. Jedenfalls sieht das morgendliche
Erscheinungsbild unserer Truppe ziemlich havariert aus. Ich fühle mich richtig gehend gerädert, sozusagen auf den Felgen und
kann mir schlichtweg nicht vorstellen, wie ich heute die 127 km schaffen soll. Schlafdrunken steige ich auf’s Rad und gähne in
die Leere. In lockerem Tempo geht’s los und ich kätsche mich im Windschatten über die wellige Hauptstasse mit Blick auf die
bergigen Regenwälder und auf Schafe und Ziegen, welche auf den grünen Weiden gelangweilt ins Gras beissen. Nach und nach
taue ich zu meiner Zufriedenheit wieder auf. Während einige in meiner fahrenden Umgebung noch immer verzweifelt über die
Velogländer heulen, fühle ich mich von Minute zu Minute besser. Mein Selbstvertrauen kehrt zurück, und wie! Frech überhole
ich ein Radler nach dem anderen und schon bald finde ich mich in der Spitzengruppe….
Irgend jemand in der Gruppe stinkt gewaltig nach Zapfenbefall, wie ein fauler Wein der übelsten Sorte. Der typisch oxidierte
Geschmack eines durchgeschwitzten und ungewaschenen Trikot weht mir im Sekundenrhythmus ins Gesicht. Mir stockt der
Atem! Ich wechsle die Spur.
Max*, eine mit Sand im Getriebe bewegende Einzelmaske, zu Hause bestimmt immer alleine mit dem Rad unterwegs, fällt
durch seine undisziplinierte Fahrweise auf. Er schafft es einfach nicht, sich ans Hinterrad des Vordermannes zu heften. So
entstehen Luftlöcher, welche sich im hinteren Feld handorgelmässig auswirken und immer wieder kräfteraubend zugestopft
werden müssen. Max wird auf der Beliebtheitskala wohl nicht in den oberen Rängen gehandelt.
Wir fahren mit Tempo 30 und mit über 30 Hitzegrade Richtung Zielort.
Die letzten Kilometer sind unanständig ansteigend. Wieder muss ich den inneren Schweinehund mobilisieren. Der Weg führt uns
nun aus der gleissenden Sonne tief in den Dschungel hinein. Plötzlich taucht in diesem tropischen Regenwald unser Resort auf,
eingebettet in einer stillen Oase. Eine gepflegte Gartenanlage mit Seeanstoss und ein einladender Swimmingpool löst bei mir ein
befreiendes Glücksgefühl aus. Ich bin richtig gehend erschlagen von dieser Einzigartigkeit. Und natürlich auch hochzufrieden,
diese 127 km überlebt zu haben.
Heute übernachte ich nicht nur in dieser aussergewöhnlich reizenden Natur, sondern auch in diesem erholsamen Bett
Sonntag, 13.02.2011 – Kuraburi – Khao Lak = 74 km und 221 Höhenmeter
Vor wenigen Stunden schwitzten wir noch den Berg rauf und nun sausen wir locker und schweissperlenfrei im 50iger Schnittt
wieder runter. Die Talsohle ist erreicht und es geht wellenartig weiter, vorbei an Kautschukplantagen und Kokospalmen. Nach
40 km erreichen wir den „Andaman Sea“, ein Randmeer des Indischen Ozeans. Die unendliche Weite begeistert mich.
Faszination schwebt über die tiefblaue, schäumende Wasseroberfläche. Für einige Minuten halte ich inne und verfolge die Kraft
des Wellenganges. Es geht weiter. Nur noch 30 km, eine knappe Stunde. Wir erreichen unser Etappenziel „Khao Lak“, welches
am Fusse des einzigartigen „Lamru Nationalpark“ liegt, noch vor dem Mittagessen. „Khao Lak“ wurde durch die brachiale Gewalt
des Tsunamis im 2004 besonders hart getroffen. Der Ort und die nahe Umgebung präsentieren sich aber heute in einem neuen
Kleid und lassen die Spuren dieser Tragik vergessen.
Konzentration auf höchster Stufe!
Unser Resort, mit einem grossen Swimmingpool und einem romantisch angehauchten Strandrestaurant, liegt direkt am weissen
Sandstrand. Ich setze diesem Paradies den Stempel „EINMALIG“ auf. Statt uns in der heissen Sonne verbräteln zu lassen,
entscheide ich mich mit einigen Kollegen für einen Abstecher in den nahen, feuchten und immer grünem Regenwald. So
machen wir uns am späteren Nachmittag auf die Socken und finden zahlreiche, zugängliche Höhlen, in welchen hunderte von
Fledermäusen ihr Dasein pflegen und einem nur so um die Ohren sausen und wir staunen vor tosenden Wasserfälle, welche die
Feuchtigkeit im donnernden Posaunenklang in den Wald hinein pusten und steigen die Kalksteinhügel hoch, welche dem Park
eine ganz besondere Note verleihen. Am Abend geht’s noch in die “Tarzanbar” und zum Schweizer Koch, wo wir ein Käsefondue
…. nein, natürlich nicht…
Montag, 14.02.2011 – 8. Etappe: Khao Lak – Phuket = 114 Km und 611 Höhenmeter
Etwas in Wehmut versunken schwinge ich mich um 8 Uhr auf’s Rad. Heute ist die letzte Etappe angesagt. Nur noch 114 km
trennen uns vom Ziel. Nach 60 Km überqueren wir die berühmte „Sarasin Brücke“ und wir erreichen die grösste Insel Thailands.
Im Dunst erkenne ich die ersten, überhängenden Rampen. Und schon sind sie da, die brutal giftigen Hügelketten. Mir wird’s
echt schwindlig! Muss ich da wirklich rauf? Nochmals aktiviere ich jede Faser meiner Muskulatur und keuche den letzten
Sauerstofftropfen aus meiner geforderten Lunge raus. Meter für Meter kämpfe ich mich in der 20% Steigung nach oben. Vor
jeder Kurve hoffe ich, dass es die Letzte ist. In notorischer Regelmässigkeit lösen sich jedoch die Kurven ab. Es folgt eine
nächste, eine übernächste, mal links einbiegend, mal rechts, ein Ende ist weit und breit nicht in Sicht.
Ich sehe alles nur noch vernebelt und verschwommen, als ich oben ankomme. Nach kurzer Zeit haben sich meine Pulswerte
aber wieder beruhigt und doch, atemberaubend geht es weiter. Weit unten spiegelt der Wellengang des smaragdgrünen
Andaman Meeres, eingebettet im Dschungel der Hügelketten. Die schneeweiss schimmernden Strände liegen nur noch eine
Atempause von uns enfernt. Die ersten Träume werden wach. Kann es kaum noch erwarten, bis ich unter einer im sanften
Winde wehenden Palme im Liegestuhl relaxe und die Zehen im Sand vergraben kann und mich in Sicherheit zu wiegen,
jederzeit griffbereit einen erfrischenden Durstlöscher in der Nähe zu haben. Ja, da erwarten mich wirklich paradiesische
Momente. Ich träume weiter….
Steil und unmenschlich heiss!
Nach fast 1000 km Fahrt in acht Tagen treffen wir etwas übermüttig und voller Stolz in unserem Ziel am „Kata Beach“ auf der
Insel Phuket ein. Pure Entspannung macht sich breit. Freudestrahlend klopfen wir uns gegenseitig auf die Schultern und alle
sind glücklich, dieses Abenteuer unbeschadet und mit unvergesslich positiven Erlebnisse gemeistert zu haben.
Beim Nachtessen erinnern wir uns gerne nochmals an all die freundlichen Menschen, die uns unterwegs mit ihrer Charme und
mit ihrem Lächeln verzauberten, an die auserlesenen Resorts, in welchen wir gerne länger geblieben wären, an die vielfältige,
einzigartige Thai-Küche, wo der „Spicy Food“ dominierte und unsere Gaumen elektrisierte und wir tauchen nochmals in diese
eindrückliche Naturlandschaft ein, welche uns nicht nur Schatten spendete und schliesslich danken wir der Tourleitung für den
Weltklasse-Service und dass sie es uns ermöglichten, dieses bezaubernde Land hautnah zu erleben.
Munteres Besteckgeklapper und heitere Gesprächsfetzen dringen in die Dunkelheit hinaus, wir prosten uns immer wieder zu
…… es schlägt Mitternacht….. ein Uhr, zwei …. und äs isch no immer nid Haubzit!
Bis nächsten Sonntag, 20.02. werde ich mich nun am weissen, feinsandigen „Patong Beach“ von der Sonne einfärben lassen
und mich von der radlerischen Pedalerei erholen.
*Alle Namen sind verändert. Jede Aehnlichkeit mit noch lebenden Personen ist rein zufällig

Those other bikers heading to Phuket

Those other bikers
heading to Phuket
By Marc Mulloy
WITH Big Bike Week just around
the corner it is good to remember
that Phuket also attracts the pedalpowered
variety of biker thanks
to Siam Bike Tours run by avid
cyclist Martin Brot.
Martin is a sprightly 54 year old
with a healthy tan, deep smile lines
at the corners of his eyes and well
developed calf muscles. He speaks
English well albeit with a strong
Swiss accent and it soon becomes
apparent why Martin looks so
healthy and happy. Not only is he
the happy owner of the successful
Siam Bike Tours, he also personally
leads each tour such as the
recent one from Bangkok to Phuket.
“I join and lead all of our tours.
I’ve been cycling and racing since
I was a boy in Switzerland. I’ve
been coming to Thailand for over
30 years and moved here nine years
ago. I first lived in Koh Samui
where we focused on mountain
biking and for the last six years we
have been in Phuket where we are
more involved with road bikes. It
is my passion” says Martin.
Guided by Martin and his
team, tours are arranged into
groups of 4 to 16 participants
and are designed for any enthusiastic
cyclist in reasonable
shape. A Siam Bike Tours minibus
follows up behind
transporting all of the luggage;
spare parts; wheels and tools as
well as water; soft drinks and
fresh fruit. If necessary any
rider may also complete the
day’s stage by bus if they are
feeling tired or unwell.
Martin determines the riding
speed on any stage with faster riders
going ahead together, regrouping
at selected refreshment stops every
30 or 40 kilometers.
“It is not just about the cycling,
we see and experience many things
along the way. We stop at noodle
shops, temples, waterfalls or just
stop to share some fruit. We spend
each night in excellent, clean hotels
most of which have a
swimming pool, Thai massage and
spa or wellness facilities. Even
though we are cycling hard we also
have a few beers and a few laughs
each night, we become like a big
family,” says a smiling Martin.
The 10-day, nine-night
Bangkok to Phuket tour follows
both the East and West coastlines
covering a total of 833 kilometers
in eight stages which vary between
72km to 140km each.
For many in Phuket the idea of
riding a bicycle in Thailand, yet alone
covering such a distance, seems a
dangerous prospect.
“Not at all” says Martin “ Many
of our riders say that Thailand is
even safer than Europe and we
drive mostly along empty roads.
Motorists here respect bicycles and
give us a wide berth especially the
lorries. Indeed we often ride two
abreast for most of the day. However
it is true that once we get to
Phuket the traffic is different and
we are squeezed into single file.”
Having recently completed another
successful Bangkok-Phuket
run (he does seven every year) the
ever energetic Martin now looks
forward to his upcoming “Issan
Tour” in the east of Thailand. Siam
Bike Tours also offer what they call
the ‘Transalp challenge of Thailand’
which starts in Chiang Mai and
takes in Mae Hong Son and Doi
Inthanon a 13,435 meter ascent.
“This is a more challenging ride,
but for many of our repeat riders it
is not a problem as many come
from places in Europe where we
have big mountains.” says Martin.
When asked if the company has
expansion plans he laughs and says
“Now it is just right – a boutique
business. We already have over a
dozen scheduled tours a year as
well as customized tours and our
shop to run, so I do not want to
get bigger than this.”
It is always refreshing to find
a man so happy in his work
where the only obstacles ahead
for Martin seem to be those
mountains in the North.
For more information visit
SiamBikeTours.com.

Phuket’s pedaling pioneer

PHUKET: Martin Brot, the owner of Siam Bike Tours, is an extraordinary man. He is undoubtedly one of the
pioneers of long-distance recreational cycling in Thailand, and his company has built an international
reputation which lures hundreds of cyclists to Thailand and Phuket, every year.
Meeting Martin is a joy in itself… he’s a vital, energetic ball of wiry fitness and enthusiasm. He’s a living,
breathing advertisement for the physical and mental benefits of a healthy, outdoor, cycling-based lifestyle.
He’s also a man who has turned his lifelong passion into a successful business where his hands-on
involvement brings happiness and healthfulness to hundreds of his clients. That, to my mind, is as close to a
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perfect definition of “success” as you will find!
Martin is an example of that famous adage about not judging books by their covers. He stands about 170
centimeters tall and weighs just 63 kilograms soaking wet – a weight that he’s maintained since he was a
slip of a lad of twenty summers. But hidden within his sinewy frame are a heart and engine of extraordinary
power and strength. He has incredible lung capacity, aerobic power and leg strength, which, coupled with
his intense mental resilience, make him the incredible distance cyclist that he is.
How did this come about? As is the case with most first-class athletes, it is the result of genetic
predisposition and training.
Martin was born in Davos Platz in the Swiss mountains surrounded by greenery and well-oxygenated air. He
was also fortunate to discover his passion for cycling at a young age. He was given his first bike at 14 and
immediately fell in love with cycling. He was already a keen hockey player and had developed great aerobic
power and leg-strength as a result, and so a year later he started cycle racing.
He was naturally good at it, but soon realized he didn’t want the full-time commitment and singlemindedness
that competitive cycling dictates.
While Martin is an excellent amateur cycle racer with many prizes in his trophy cabinet, he says, “Following
a sort of Buddhist ‘middle way’ is my ideal for cycling. While I love racing and relish the competitiveness and
challenge, I also enjoy a drink and even the occasional small cigar. For me, it’s more important to lead a
balanced and happy life than to win races.”
Thirty years ago, when he was 26, Martin and his
vivacious wife Rosita started coming on holiday to
Thailand. They discovered Phuket and immediately
fell in love with the laid-back charm the island had in
abundance in those seemingly far off times. They
spent many happy hours cycling around Thailand on
road bikes and then, 11 years ago, decided to ‘test market’ leading an international group of riders on a
week-long Bangkok to Phuket adventure. The idea caught on like “blazing saddles”, and so they launched
their Siam Bike Tours company.
“Our Bangkok to Phuket cycle ride was a wonderful way of engaging with, and intimately experience, the
real Thailand. The locals we met were unspoiled and a group of Western cyclists in bright Day-Glo attire on
road bikes was a huge novelty. The 810-kilometer-ride spread over eight days was designed to give
participants a memorable biking adventure on beautiful, well-paved routes through diverse tropical
landscapes in pleasant temperatures,” recalls Martin.
“I believe that experiencing the culture, seeing the sights, meeting locals, savoring Thai cuisine, making
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http://www.phuketgazette.net/articles/articles/print_detail/37139 Seite 3 von 3
friends, enjoying traditional Thai massages and simply having fun while exercising in the Thai outdoors is a
formula that’s hard to beat.”
Certainly, over the past 11 years, hundreds of happy participants would agree and the fact that more than
fifty percent of Martin’s current clients are ‘returners’ is the best possible endorsement for Siam Bike Tours.
Following on from his Bangkok to Phuket rides, Martin expanded road-bike touring to all corners of the
Kingdom. He now rides the fearsome loop northwest of Chiang Mai through Pai, Mae Hong Son, Mae
Sariang and finally, to ‘the summit of Thailand’, the peak of Doi Inthanon at 2,565 meters – a tour of
tremendous climbs and stunning mountain vistas which is certainly not for the faint hearted.
He leads tours through Thailand’s eastern national parks, then onwards to Cambodia and Koh Chang in the
Gulf of Thailand; through Isarn from Udon Thani to Ubon Ratchathani along the Mekong River; and from
Chiang Mai to Bangkok. He has even started specialized triathlon training rides working with legendary
Ironman Jurgen Zack of Thanyapura and building on running and swimming sessions after the day’s rides!
Amazingly, Martin has led every single tour his company has conducted over the past eight years, clocking
up some 22,000km last year alone. Now, at the age of 56, Martin is also approaching one hundred road
tours of eight to 12 days’ duration.
Martin is both a pioneer and an inspiration. So much so, in fact, that Bicycling Baz has signed up with him to
ride from Bangkok to Phuket starting on December 6, which will be further discussed in a future Blazing
Saddles column.
Now, if you’ll excuse me, I think I’d better start training!
This article first appeared in the October 11-17 issue of the hard-copy Phuket Gazette newspaper. Digital
subscribers may download the full newspaper, this week and every week, by clicking here.
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Siam Bike Tours Bangkok to Phuket Review

Earlier this month, I joined Siam Bike Tour’s Bangkok to Phuket
bike tour, a ride that follows the Gulf of Thailand and the Andaman
Sea on its 800 km coastal route (view route map image). This tour
was a great way to take in some of the diverse scenery Thailand
has to offer, while keeping the legs spinning in the company of
like-minded people.
The night before the first stage of the tour (there are 8 in total with
a rest day in Chumpon) there was a pre-tour briefing in Bangkok,
which provided important information about the tour in terms of
safety, food, the route, Thai culture and general logistics. We were
also given a day bag (for putting belongings into that we wanted to
access during the day while riding) and a jersey. The briefing was
also a good chance to meet our fellow riders: in the group there
were 12 of us, with six countries represented – Australia, Austria,
Germany, New Zealand, Norway and Switzerland.
The next morning, we departed for Petchaburi (the starting point
for our ride, so as to avoid the Bangkok traffic) in minivans where
our bikes were assembled before we set off.
The bikes provided by Siam Bike Tours were good quality and well
maintained aluminium road bikes – Giant and Canyon brands. A
couple of riders had also chosen to bring their own bikes. During
the tour registration process I’d completed several weeks earlier,
Siam had asked for my riding measurements and pedal preference
so they could provide the most suitable set up. Our tour leader and
driver were competent bike mechanics and had tools on board the
tour bus in the event of any problems along the way.
The official distance of the overall tour route was 810 km / 503
miles, cycled in 8 stages (from 70 to 140 km / 43 to 88 miles ) over
9 days (after the 4th stage there’s a rest day in the laid-back town
of Chumpon). The terrain was very flat which made for easy
pedaling.
During the tour there was the opportunity to see impressive and
iconic Thailand views along the coastline: including rice
plantations, temples, limestone mountains, and small villages – to
name just some of the scenery. It was very useful to have one of
the Siam Bike Tours support staff in the tour bus taking photos of
the surrounds and our group as we cycled, so we could focus on
just taking in the experience with the knowledge that we’d have a
CD of photos provided at the end of the ride to look back on.
Some of the highlights for me personally included the quiet
beachfront roads in and out of small coastal towns, and some
spectacular temples on top of mountains. As some of these
temples were within close proximity to where our tour stopped for
the day (for example, in Prachuap Khiri Khan and Haad Baan Krut)
this provided a good opportunity for an afternoon excursion for
those who were happy to exert some extra energy. Others in the
group elected to relax with a massage or swim at the hotel.
Cycling past one of the many mountain-top temples
In addition, the other cyclists in my tour group were good
companions, who had interesting stories to tell both as we cycled
along, and during meal times. On the subject of food, dining at the
local eateries already tried and trusted many times by our tour
leader was also enjoyable.
As we rode, the group determined the speed and faster riders
sometimes went ahead together, waiting at designated
refreshment stops where water, soft drinks and fresh fruit were
provided.
When we did stop (every 30 kilometres or so), everything seemed
to happen with a minimum of fuss (for example snacks, drinks,
minor repairs etc). The organisation and experience of the tour
company was evident in things running smoothly. For example,
sometimes the tour bus would drive ahead (for example, to preorder
the group’s lunch), or behind (such as in the event of a
cyclist was having a mechanical problem).
Although rarely required, the tour bus (which was transporting the
luggage, spare parts and tools etc) was also available for cyclists
who wanted to take this form of assistance at any time.
When we reached our destination for the day, the hotel
accommodation was also comfortable and clean, and was a good
place to relax and get a good night’s sleep after a day on the bike.
Beachfront cycling with Martin Brot leading the way
Our tour guide and founder of Siam Bike Tours, Martin Brot, was a
very competent tour leader and good cycling companion – having
a real passion for cycling with a great deal of road and mountain
bike racing experience. A Swiss national, Martin has travelled in
Thailand for the past 20 years, and has been living in the country
for the past 10, so had a good understanding of Thai culture. He
was knowledgeable about the countryside in which we were riding
through, and expressed himself quite well in Thai.
In summary, I’d recommend this tour to any enthusiastic cyclist
who is reasonably fit and wants to experience Thailand’s scenic
coastal region in an organised and comfortable fashion. The
company also offers a variety of other tours – which might be of
interest if you, for example, would like to cycle in the mountains of
northern Thailand, or explore along the Mekong River in the north
east, to name just a couple of the other options.
Siam Bike Tours Phone: 0066 (0)89 – 7307 441 – Martin, 0066
(0)76 – 324 211 – Shop Web: www.siambiketours.com Email:
mail@siambiketours.com!

Fahrrad Phuket

Bananenblätter flattern, überdimensionalen Fächern
gleich, im Wind, der wie ein Föhn auf heißester
Stufe von der Andamanensee herüberbläst. Das
Thermometer zeigt 33 Grad, die Armbanduhr 9 Uhr. Kurt
Schlaepfer, genannt „Kurti“, läuft der Schweiß in kleinen
Rinnsalen den Körper herunter. Auf seinem kahlen Schädel
glitzern die Tropfen im Licht der Morgensonne. Dabei
hat er gerade einmal sein Trikot zurecht gezupft und die
Trinkf laschen in den Haltern seines Rennrads verstaut.
Gefahren ist der ehemalige Elite-Amateur aus der Schweiz
noch keinen einzigen Meter. Und schon die ersten haben
es in sich: Auf der Küstenstraße im Südwesten der Insel
Phuket wechseln sich heftige, aber meist kurze Stiche von
durchaus mal 18 bis 20 Prozent ab mit sanft geschwungenen
Serpentinen, die durch Kautschuk-Plantagen und dichten
Regenwald führen. Der Blick schweift über sattgrüne
Kasurin-Fichten auf die türkis schimmernde Andamanensee,
in der unzählige vorgelagerte Inseln wie riesige, träge
Amphibien im Morgendunst liegen.
So steil wie an der Westküste Phukets geht es im Osten
der thailändischen Insel nicht zu – dort, wo Mangrovenwälder
die f lachen Küstenabschnitte
säumen. Auch die Topografie im Inselinneren
und auf dem Festland ist moderater,
allenfalls wellig. Schwitzen tun
Radler fraglos auch dort. Das tropische
Klima ist Wohltat, aber auch Herausforderung.
Kurt Schlaepfer jedenfalls
genießt es. „Ich habe es lieber heiß. Zu
Hause schlotterst du zu dieser Jahreszeit
noch im Thermoanzug“, sagt Kurti.
„Wenn du dagegen hier in der Regenzeit
mal nass wirst, ist das eine willkommene
Abwechslung; schließlich bist
du ruck-zuck wieder trocken“, ergänzt
sein Kumpel Martin Brot, der gemeinsam
mit Schlaepfer in Thailand den Radtouren anbieter
„Siam Bike Tours“ gegründet hat.
Nur wenige Kilometer entfernt von der Küste führt
Kurtis Route hinein ins pralle Alltagsleben der Thailänder.
In eine Welt, der zwar noch immer der Zauber des fernöstlichen
Lebens innewohnt, die aber nur noch wenig zu tun
hat mit der gängigen Vorstellung vom Paradies. Es geht
laut zu und hektisch. Tuk-Tuks – so heißen Mopeds in
Thailand – knattern mit Höllenlärm und Höllentempo
vorbei, transportieren mal ein Ungetüm von Kühlschrank,
mal zwei bis drei Personen, es können aber auch vier sein.
Ein Tuk-Tuk-Pilot, kaum älter als zwölf, hält ein Handy in
der rechten Hand, isst mit links ein Sandwich und lenkt
mit den Füßen; steuert geschickt durch das Chaos und
umkurvt zwei Arbeitselefanten am Straßenrand.
„Du schaust es dir an und denkst: Das geht nicht. Und
dann geht es doch hervorragend“, sagt Kurti, „weil jeder auf
den anderen Rücksicht nimmt.“ Auch die Abgase der Tuk-
Tuks stören kaum, schließlich werden die Geruchsnerven
von erfreulicheren Düften umschmeichelt. Von denen der
zahlreichen Garküchen am Straßenrand. Und außerdem
THAILAND
TOUR 12/2007 123
biegt man kurz darauf wieder ab, fährt heraus aus dem Lärm
und hinein ins Naturparadies. Dorthin, wo im Dschungel
Wasserfälle mit lautem Getöse versuchen, das Zirpen der
Grillen, das zu einem stetem Pfeifen anschwillt, zu übertönen.
Wo am Strand Segelboote in der Dünung auf und ab schaukeln,
und wo die Abendsonne so kitschig untergeht, dass sich
die Postkartenhändler gegenseitig auf die Füße treten, um die
schmachtende Begeisterung der zahlreichen Touristen gleich
zu Geld zu machen. Für Martin und Kurti macht all das den
Reiz von Phuket aus. „Es ist unglaublich abwechslungsreich
hier, es gibt immer etwas zu sehen“, sagt Kurti. Seit zwanzig
Jahren bereisen die beiden Schweizer Thailand, vor fünf Jahren
haben sie entdeckt, dass man dort wunderbar Rennrad fahren
kann. Seit 2005 bieten sie geführte Touren an.
Doch auch Deutsche schätzen Thailand als Rennradziel:
Michael Schweizer und Tjarko Cuppens vom PZ Racing Team
aus Aachen sind in Thailand sogar schon Rennen gefahren.
Mit ihrer Mannschaft nahmen sie an der Tour of Siam teil.
Teamkapitän Cuppens hatte die Idee und Kontakte, dazu eine
gehörige Portion Abenteuerlust. Also setzten sich die Rennfahrer
vom Fuß der Eifel an einem Wintertag bei fünf Grad
minus in den Flieger, um bei der Tour of Siam mitzuradeln.
„Natürlich machte uns der Temperatur unterschied von mehr
als 30 Grad zu schaffen; das war brutal“, sagt Cuppens und
lacht. Er erinnert sich, dass die thailändischen Fahrer mit
Armlingen und Westen unterwegs waren. „Ist ziemlich frisch
heute“, wurden die Deutschen aufgeklärt, als sie die Thais
fragten, warum sie bei 28 Grad Celsius so eingepackt waren.
Die Aachener waren aber überrascht von der guten Organisation
des Rennens. „Die war fast so gut wie bei der Bayern-
Rundfahrt“, sagt Michael Schweizer. „Die Straßen in Thailand
sind super und sie waren sehr gut abgesperrt.“ Zu schaffen
machte ihm eher die Fahrweise der Einheimischen. „Kurven
fahren ist nicht so ihr Ding“, drückt er sich diplomatisch aus.
Auch ihr Fahrverhalten im Feld sei, gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig.
Nur die Moral der Thais, die sei bewundernswert:
„Die sprinten noch um Platz hundert und geben Vollgas,
selbst wenn sie längst abgehängt sind.“
Ein einziges Profiteam existiert in Thailand: Team Bara
Winsor. Dazu kommen Renngruppen von der Polizei oder
der Armee. „Das sind zumeist Jungs aus finanziell nicht so gut
Prächtig und
exotisch: Wat
Chalong, der
größte buddhistische
Tempel
auf Phuket (ganz
links), und die
Bucht von Ao
Makham (links)
Besinnlich
und chaotisch:
Höhlentempel
Wat Suwan Kuha
in Phang Nga
(rechts), Verkehr
in Phuket Town
(unten)
TOUR 12/2007
THAILAND
gestellten Familien“, erklärt Herbert Huber, ein deutscher
Radsport-Verrückter, den es nach Thailand verschlagen
hat, wo er ein Rennrad-Internat unterstützt. Dass dort
jedoch ein thailändischer Jan Ullrich heranwächst, sei bei
der geringen Zahl der Radsportler nicht zu erwarten. Das
Niveau der Thai-Profis liege zwischen unterster Profi-
Klasse und guten Amateuren in Deutschland.
Dass es nur wenige thailändische Hobby-Fahrer gibt,
hat einen banalen Grund. Die meisten können sich das
Material nicht leisten. Hungern muss zwar niemand der
rund 65 Millionen Untertanen von König Bhumipol, doch
viele leben von der Hand in den Mund. Ein Bauarbeiter
verdient am Tag ungefähr 200 Baht, keine fünf Euro.
ZUR ORIENTIERUNG
Thailands Größe entspricht der Frankreichs.
Im Süden grenzt es an Malaysia, im Nordwesten
an Burma, im Nordosten an Laos
und im Osten an Kambodscha. Während
sich im Norden Berge bis über 2.500 Meter
erheben, überzieht im Süden Regenwald
ein Hügelland. Die 539 Quadratkilometer
große Insel Phuket liegt an der Westküste,
800 Kilometer südlich von Bangkok.
TOURENCHARAKTERISTIK
In Thailand herrscht Linksverkehr! Auf den
großen Straßen teilt man sich die Standspur
mit den Mopeds. Der Asphalt ist fast
überall hervorragend, es rollt wunderbar.
Wenn es rollt. Denn besonders an der Küste
ist Radfahren Schwerstarbeit. Kurze,
aber knackige Anstiege sind oft mehr als
15 Prozent steil. Ein Rettungsring hinten
oder eine Dreifach- oder Kompaktkurbel
vorne sind deshalb zu empfehlen. Die
höchste Erhebung auf Phuket erreicht
etwas mehr als 500 Meter.
BESTE REISEZEIT
Meteorologen nennen Thailands Klima
tropisch-monsual. Im Gegensatz zu Nord-
Thailand ist es auf Phuket ausgeglichen.
Die beste Reisezeit, die „kühle“ Zeit, liegt
zwischen November und März. „Kühl“
bedeutet, dass die Temperaturen 30 Grad
nicht übersteigen. Von Ende März bis Mai
wird es heiß, dann, bis in den späten Oktober,
herrscht Regenzeit auf der Insel. Kälter
als 25 Grad wird es jedoch so gut wie nie.
ANREISE
Condor fliegt dienstags und samstags ab
Frankfurt nonstop nach Phuket; auf dem
Rückflug mit Zwischenlandung in Sharjah.
Im Februar kosten Hin- und Rückflug ab
962 Euro. Für den Transport des Rades (vorher
anmelden) fallen 50 Euro an. Kontingentierte
Oneway-Tickets gibt es ab 181 Euro.
Infos unter www.condor.com oder Telefon
0 18 05/76 77 57 (14 Cent/Minute).
Thai Airways fliegt von Frankfurt zweimal,
von München und Zürich einmal täglich
nach Phuket, stets mit Zwischenstopp in
Bangkok. Hin- und Rückflug kosten in der
124
INFOS
Erfrischend und
natürlich: die
Fröhlichkeit der
Thais (oben).
Schmackhaft und
preiswert: die
unerschöpflichen
Leckereien
thai ländischer
Garküchen (rechts)
TOUR 12/2007 125
Lediglich in Bangkok existiert eine kleine Radsport-Szene.
Abends treffen sich gut situierte Thais in der Nähe des
Flughafens – das Rennrad auf der Sitzbank des Porsche-
Cabrios oder im riesigen Pick-Up verstaut –, um einige
Runden zu drehen. „Für die meisten von uns ist ein Rennrad
unerschwinglich“, sagt Prasut Chitmart, der in Karon
auf Phuket einen Fahrradladen betreibt. „Aber es gibt ein
paar Verrückte, die sich das Geld über Monate vom Mund
absparen.“ Er selbst sitzt meist auf dem Mountainbike.
Martin Brot will ihn vom Rennrad überzeugen. „Warte ab,
ich arbeite dran“, sagt er und lacht, „in einem Jahr habe ich
dich so weit, dass du aufs Rennrad wechselst.“
Phuket war stets eine der reichsten Regionen des Landes.
Früher brachte der Abbau von Kautschuk und Zinn den
Menschen ein gutes Einkommen. Heute ist es der Tourismus,
der aber auch einen Schatten auf die sonnen verwöhnte
Region wirft. Der ausgelöste Bauboom hat merkwürdige
Blüten getrieben – vor allem in Patong, einem ehemaligen
Fischerdorf, das heute nur noch aus Beton, Metall, Neon
und schlechtem Geschmack zu bestehen scheint. Andererseits:
Wer sich am „Ballermann“ auf Mallorca amüsiert, der
wird auch in Patong seinen Spaß haben. Und wer den
Trubel scheut, der findet, ähnlich wie auf der Balearen-
Insel, auch ruhigere Ecken. Als Standort für Rennradfahrer
ist die Insel ideal. Sie wird direkt von Deutschland aus angef
logen, Urlauber finden Hotels aller Kategorien. Die
Straßen sind vom Feinsten, die medizinische Versorgung
ist annähernd auf europäischem Niveau. Und als Alternative
zum Radfahren locken Tauchabenteuer oder Bootstouren
durch die Inselwelt der Andamanensee.
Die Thais begegnen den Fremden liebenswert und
höflich, selbst wenn mancher Tourist ihre religiösen und
kulturellen Sitten missachtet. Besonders Renn radler, die
Exoten unter den Urlaubern, werden freundlich gegrüßt.
Wer anhält, bekommt als erstes per Hand den Reifendruck
geprüft. Wenn der stimmt, lächelt man zufrieden. Zufriedenheit
und Gelassenheit, das ist es auch, was Tjarko
Cuppens besonders imponiert: „Thais sind relaxed. Was
heute nicht geht, geht eben morgen. Oder übermorgen“, beschreibt
er seine Eindrücke. Thailänder leben im Hier und
Jetzt. Vielleicht hat diese Einstellung – und ihre Religion,
der Buddhismus – es ihnen erleichtert, die Tragödie des
Tsunami vom 26. Dezember 2004 zu verarbeiten.
Überall auf Phuket weisen Schilder den Weg zur
Tsunami Evacuation Route. 279 Opfer hat die Welle auf
Phuket gefordert – in der nördlich angrenzenden Region
um Khao Lak waren es mehr als 4.500. Phukets kleines
Fischerdorf Ban Naam Kaen hat es am ärgsten getroffen.
Der Weg dorthin führt vorbei an Ruinen, Straßen enden
im Nirgendwo. Die Brise vom Meer wirbelt den Sand auf,
den die Flut weit ins Landesinnere getragen hat. Fast jeder
hier hat Familienangehörige und Besitz verloren, doch die
meisten sind geblieben, haben sich wieder etwas aufgebaut.
Die Menschen, die so sehr unter der Flutkatastrophe gelitten
haben – sie lächeln. Das arg strapazierte Klischee vom
„Land des Lächelns“ scheint zuzutreffen. Wenngleich sich
hinter einem Lächeln alles verbergen kann. „Es gibt so viele
verschiedene Arten des Lächelns“, verrät Martin Brot. Und
obwohl er schon so lang nach Thailand reist, hat er es, wie
er zugeben muss, „längst nicht ergründet.“ Das dürfte ein
Ziel für ihn sein, in den kommenden Jahren. Den Rennradsport
in Thailand populär zu machen, ein anderes.
Hauptsaison ab 900 Euro, in der Nebensaison
ab 700 Euro. Die Flugzeit bis Bangkok
beträgt elf Stunden, plus eine Stunde
nach Phuket. Falls 20 Kilo Gepäck (in der
Economy-Class) nicht überschritten werden,
ist die Mitnahme des Fahrrads kostenlos.
Darüber kostet jedes Kilo rund 90 Cent. Infos
www.thaiair.de oder Telefon 0 69/92 87 44 44
Reisende aus westeuropäischen Ländern
benötigen kein Visum, sie erhalten bei der
Einreise (mit Reisepass) eine Aufenthaltsgenehmigung
bis zu 30 Tagen.
MIETWAGEN
Ein Pick-Up kostet bei Budget inklusive Versicherung,
mit unbegrenzten Kilometern, 150
bis 200 Euro pro Woche (www.budget.de).
SPRACHE
In den Touristenzentren wird englisch gesprochen,
abseits der gängigen Pfade fast
nur thailändisch. Die Beschilderung ist in
den Touristenregionen zweisprachig.
UNTERKUNFT
Anständige Zimmer und Bungalows kosten
ab 20 Euro, ein Doppelzimmer in besseren
Resorts zwischen 50 und 100 Euro. Alle
Preise beziehen sich auf die Hauptsaison
(11. Januar bis 30. April 2008)
Betriebsamer Südwesten: Andaman
Cannacia Resort & Spa, Telefon 00 66/76/
2 84 21 14, www.phuket-cannacia.com
Das stilvolle Hotel der gehobenen Mittelklasse
mit super Service liegt auf einem
Hügel mit Blick über die Bucht von Kata.
Einziger Nachteil: Am Ende jeder Tour wartet
ein hochprozentiger Schlussanstieg.
Doppelzimmer kosten ab 80 Euro.
Woraburi Phuket Resort & Spa, Telefon
00 66/76/39 66 38, www.woraburi.com
Angenehme Zimmer, am nicht besonders
idyllischen Karon-Beach gelegen.
Doppelzimmer ab 100 Euro.
Ruhiger Nordwesten: Nai Thonburi Beach
Resort, Telefon 00 66/76/2 05 50 04,
www.naithonburi.com
Edles Resort am idyllischen Naithon Beach.
Doppelzimmer kosten 100 Euro.
Phuket Naithon Resort, Telefon 00 66/76/
20 52 33, www.phuketnaithonresort.com,
Doppelzimmer ab 22 Euro.
Romantisch und einsam:
Ka Lim Beach kurz
vor Sonnenuntergang
ROUTEN
TOUR 1 | Baywatching
59 Kilometer, 590 Höhenmeter, maximal 18 Prozent Steigung
Kata Beach – Bhan Kok – Nai Harn – Prom Thep Cape – Rawai Beach
– Wat Chalong – Makham Bay – Chalong – Kata Beach
Von Kata auf der Straße 4233 Richtung Prom Thep. An der ersten
Steigung (Km 4,5) rechts halten. An einer Gabelung rechts, vor
dem See links. Auf und ab entlang der Nai-Harn-Bucht. Vom
Prom Thep Cape, dem südlichsten Punkt der Insel, kurz steil
bergab, dann rechts (Km 11). Auf der 4024 am Rawai Beach entlang,
nach 1,5 Kilometern links Richtung Wat-Chalong-Tempel,
den man nach einem Kreisel (zweite Ausfahrt) erreicht. Am
Tempel (Km 21) auf die 4022. Zweimal Richtung Phuket: an der
nächs ten Ampel rechts, nach 1,5 Kilometern links. Nach weitern
1,5 Kilometern auf der lebhaften 4021 rechts zur Mahkam Bay.
Am Kreisel geradeaus, nach drei Kilometern rechts dem Schild
„Novotel“ folgen, dann der Küstenstraße mit Blick auf die
Chalong-Bucht. Vorbei am idyllischen Ao Yon Beach zur 4129.
Dort links Richtung Phuket. An einer Ampel (Km 43) links Richtung
Prom Thep Laem zu einem Markt. Dort rechts, an der 4021
links. Am Kreisel in Chalong rechts nach Kata und Karon Beach.
TOUR 2 | Auf den Spuren von 007
128 Kilometer, 510 Höhenmeter, maximal sechs Prozent Steigung
Sarasin Bridge – Khok Kloi – Tha Yu – Takua Thung –
Phang Nga – Bang Siat – Khok Luat – Ao Luk – Ban Thung –
Ban Khao Thong – Noppharat Thara Beach
Mit dem Taxi zum Start an der Sarasin-Bridge im Norden von
Phuket. Auf der Hauptstraße 4 Richtung Krabi. Kurz vor Phang
Nga (Km 42) rechts auf die 415. Rechts (Km 58) auf die Nebenstraße
1002 Richtung Ao Luk. Auf und ab durch die Kalksteinberge,
durch Ao Luk hindurch zur 4, rechts. In Ban Thung (Km
101) rechts, am Markt vorbei Richtung The Lane Bay. Nach 1,5
Kilometern links, nach sieben Kilometern an der Gabelung geradeaus,
Fluss überqueren, hinter dem Tempel Wat Khao Tiam Pa
links. Bald rechts auf die 4034 nach Krabi und Ao Nang (manchmal
als „Phra Nang“ ausgeschildert). Kilometer 122: rechts zum
Noppharat Thara Beach. An einer Schranke vorbei zum Strand,
wo Longtail-Boote Radler und Rad zur Fähre bringen. Fährtickets
für 11 Euro kauft man am besten vorher auf Phuket bei Let’s Go
Travel, Telefon 0 76/33 33 88. Eventuell verlangen die Kontrolleure
200 Baht (4,50 Euro) für den Rad-Transport. In 1,5 Stunden
durch die Inselwelt der Andamanensee, Kulisse des James-Bond-
Films „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Vom Hafen in Phuket
Town zurück per Taxi – oder per Rad durchs Gewühl der Inselhauptstadt:
Richtung Prom Thep, dann Kata und Karon Beach.
TOUR 3 | Resort Hopping
102 Kilometer, 790 Höhenmeter, maximal 20 Prozent Steigung
Kata – Chalong – Bang Rong– Muang Mai – Nai Thong –
Bang Tao – Kamala – Patong – Karon Beach – Kata
Von Kata auf der 4028 Richtung Phuket Town. Am Kreisel in
Chalong auf die 4022. Am Shopping-Center „Central“ geradeaus
auf der 402 Richtung Phang Nga. Rechts (Km 16), nach 300 Metern
links. Kilometer 22: links auf dem breiten Seitenstreifen der
Autobahn Richtung Airport. Am Heldendenkmal (Km 27,5) rechts
auf die 4027 nach Pa Khlok. Durch Straßendörfer bis Muang Mai.
Dort links, am nächsten Wendepunkt umkehren. Zweimal links:
auf die 4026 Richtung Airport, nach vier Kilometern auf die 4031
MASSAGE
TOUR-Tipp: Gönnen Sie sich
eine Massage wie bei den Radprofis.
Studios gibt es an jeder
Ecke. Für umgerechnet fünf bis
zehn Euro bekommt man eine
Thai-Massage oder die empfehlenswertere
Öl-Massage – zwei
Stunden lang! Für Radler-Beine
und Radler-Rücken herrlich.
ESSEN & TRINKEN
Essen spielt in Thailand eine
wichtige Rolle. Thais fragen weniger:
„Wie geht’s?“, sondern
danach, was es zuletzt zu essen
gab. Die Küche ist vielfältig:
Fisch, Meeresfrüchte und
Huhn dominieren die
Karte, stets wird dazu
Reis serviert. Das Gemüse
ist knackig und frisch.
Exotische Früchte wie die
Durian, eine nach Käse
riechende Frucht,
machen das Essen zum
Abenteuer. Empfehlenswert
ist die Tom-Yam-
Suppe, eine säuerlichscharfe
Suppe mit Garnelen,
Fisch oder Hühnchen,
mit Lemongras und
diversen Kräutern abgeschmeckt.
In Restaurants,
in denen Einheimische speisen, ist die
Küche authentisch und meist recht scharf
(„spicy“). Für etwas mehr als einen Euro bekommt
man schon ein fantastisches Essen.
Am Ende des Kata Beach liegen einige einfache
Restaurants mit Meerblick. Und wer
auf Gewohntes nicht verzichten mag – kein
Problem. Im Schatten von Bananen und
Palmen gibt es auf Phuket sogar Kassler
mit Sauerkraut. Na, wer’s mag …
TOUR-Tipp: Seafood-Restaurant am Ao Yon
Beach auf der Route 1.
VERHALTENSTIPPS
Berühren Sie Kinder nie am Kopf. Was bei
uns als freundliches Tätscheln gang und
gäbe ist, ist in Thailand verpönt. Der Kopf ist
THAILAND
126 TOUR 12/2007
Zurück nach Phuket: Mit dem Boot durch die Adamanensee (Tour 2)
Perfekt für müde Radlermuskeln:
preiswerte Thai-Massage
TOUR 12/2007 127
Richtung Nai Yang Beach. Nach drei Kilometern rechts auf das
teils steile Sträßchen zum schönen Nai Thon Beach (Hinweisschilder).
Der Küste folgen, zuerst mit Meerblick, dann durch
eine hässlich verbaute Ebene. Nächste Gabelung rechts auf
die 4030. Nach der zweiten Ampel rechts nach Surin Beach und
Kamala (4025). Über den Hügel und auf der Küstenstraße Richtung
Patong, dort am Strand entlang. Vor dem Absolute Beach
Resort links und sofort rechts Richtung Prom Thep. In Karon am
Kreisel der Strandpromenade folgen nach Kata Beach.
TOUR 4 | Dschungelfieber
107 Kilometer, 700 Höhenmeter, maximal zehn Prozent Steigung
(ohne den Abstecher nach Baan Nahm Khem)
Khao Lak – Takua Pa – Ban Phu – Plai Hang – Thung Maphrao –
Ban Lam Ru – Khao Lak
Mit Taxi oder Mietwagen
nach Khao Lak.
Auf der Küstenstraße
nach Takua Pa. Wer sich
über die Tsunami-
Auswirkungen von 2004
informieren möchte,
kann zum Baan Nahm
Khem Tsunami
Memorial Park fahren,
wo der Opfer des zerstörten
Fischerdorfs
gedacht wird. In Takua
Pa an der ersten Ampel rechts, leicht bergan Richtung Krabi. An
der Gabelung (Km 35) rechts, in Ban Phu geradeaus über die
Kreuzung, hundert Meter weiter links, kurz danach rechts. Hinterm
Straßengewirr von Ban Phu (Km 37) den Schildern nach
Phang Nga und Krabi folgen. Zweimal rechts: an der Weggabel
(Km 45) auf die 4090 und bei Kilometer 55. Auf welligem Terrain
durch den Regenwald zu einer kleinen Passstraße (Km 63). In
Plai Hang an der Gabelung (Km 75) rechts auf die 4240, in Thung
Maphrao (Km 90) zur Hauptstraße. Auf der Küstenstraße zurück.
heilig. Ganz anders verhält es sich mit den
Füßen. Die gelten als niedrigstes Körperteil,
mit dem man nicht auf seinen Gegenüber
zeigen sollte. Schon lässig übereinander
geschlagene Beine können zu Irritationen
führen. Nahezu jeder Thai verehrt das
Königshaus. Abfällige Bemerkungen über
König Bhumipol Adulyadej werden nicht gerne
gehört, eventuell
sogar bestraft.
FAHRRADSERVICE
Kata: Siam Bike Tours, 135 Patak Road.
Shop und Leihräder vom Schweizer
Tourenanbieter: Leihrenner (Trek 1.000 und
Trek 1.500) mit Ultegra-Ausstattung kosten
ab 60 Euro pro Woche. Siam Bike Tours führt
auch Touren auf Phuket sowie von Bangkok
nach Phuket oder Koh Samui. Beispiel:
„Seniorenreise Bangkok – Phuket“, 17. Februar
bis 2. März 2008: 2.490 Euro. Infos:
Telefon 00 66/8 97 30 74 41, www.siambiketours.
com, www.bike-adventure-tours.ch
Karon Beach: Beach Boys Bike Shop,
Patak Road 27, Telefon 00 66/76/28 40 22
Shop, der sich auf MTB spezialisiert hat,
aber auch fürs Rennrad kompetente Hilfe
bietet und Ersatzteile aus Bangkok besorgt.
INFORMATIONEN
In Deutschland: Thailändisches Fremdenverkehrsamt
(TAT), Bethmannstraße 56,
60311 Frankfurt/Main, Telefon 0 69/
13 81 39-0, www.thailandtourismus.de
Vor Ort: TAT Southern Office, 73–75 Phuket
Road, Amphoe Muang, 83000 Phuket,
Telefon 0066/ 76/21 10 36,
E-Mail: tathkt@phuket.ksc.co.th
LITERATUR & KARTEN
Reiseführer: „Thailands Süden“, Reise-Know
-How-Verlag, ISBN 3831712166; 17,50 Euro
Karten: „Phuket“, 1:80.000, Borch Berndtson
Maps, ISBN 978-3897075139; 4,90 Euro.
Vor Ort: „Phuket, Phang Nga, Khao Lak“,
1:125.000, ISBN 9747745836, rund 2,50 Euro

Love of cycling – Blazing Saddles: All for the Love of cycling

Love of cycling – Blazing Saddles: All for the Love of cycling

PHUKET: Born in the mountains of Switzerland and with the strength and resilience of a wiry mountain goat, it may have been Martin Brot’s destiny to
become a champion cyclist. However, his journey to Thailand and his subsequent launch and management of Siam Bike Tours, now based at Canal
Village in Phuket, is the stuff of adventurous legend.
Martin was born in 1958 and says that his fascination with cycling seems to have arrived with him as he lay there in his cradle. He has been involved in
both mountain and road bike racing for over 40 years, but it was a holiday visit to the north of Thailand some 30 years ago that inspired his love of the
country and his subsequent move here.
He hired mountain bikes and headed off up Doi Inthanon on an early trip, then over in Koh Samui, and thus he fell in love with the cycling terrain, the
conducive climate and the charm and friendliness of the locals. He kept coming back for the next 20 years – later with his wife Rosita – and they cycled all
over Thailand until finally in 2003 they decided to move to Phuket for its warm year-round climate and great cycling access.
Several of his European-based cycling friends suggested that he might develop an adventure cycling business in Thailand and so 11 years ago he decided
to lead his first test trip, taking just four people on a week’s ride from Bangkok to Phuket. It was a remarkable success and all the participants were
delighted. The rest, as they say, is history.
Martin realized that he’d discovered the basics of a thriving business, leading tours all over the country that he’d come to love and doing exactly what he
had loved to do.
He launched the company originally from offices near Kata Beach and set about building a menu of group bike tours of varying duration all over Thailand.
He quickly built an international following of riders, with the many coming from Europe with German, Swiss, Scandinavian and British riders to the fore.
All the tours accommodate groups of 4-30 participants and are guided by Martin and his team. The tours are suitable for any enthusiastic cyclist who is in
reasonable shape. Obviously, the hot climate is a factor and Martin is at pains to ensure that new riders pace themselves and don’t over-exert. A minibus
accompanies the tour and transports all luggage, spare parts, wheels, tools and so on, and offers water, soft drinks and fresh fruits throughout. Importantly,
if a rider wants to take a break and rest, they can always jump aboard the bus at any stage of the tour.
Each group determines the riding speed on any stage of the trip with faster riders often going ahead and then regrouping at selected refreshment stops
with the others. Safety is a major concern and all riders must wear a helmet.
The social side of the trips is as important as the riding itself and nights are spent in excellent hotels along the route, most offering a swimming pool, Thai
Massage and spa facilities.
Martin’s ten-year Odyssey has seen him clock up over 200,000 kilometers leading bike tours all over Thailand and he has completed his favorite Bangkokto-
Phuket adventure no less than 90 times and still loves it, saying it is still different every time he does it.

Auf dem Rennrad durch Thailand

Quelle: http://www.nr-kurier.de/artikel/65188-auf-dem-rennrad-durch-thailand

Am 14. Januar stiegen insgesamt 15 Teilnehmer (14 Männer und eine Frau) auf ihre Rennräder, um in Thailand die Strecke von Bangkok nach Phuket auf acht Etappen hinter sich zu bringen. Mit dabei Conrad Lunar aus Neuwied. Die Gruppe wurde durch Martin Brot, Chef bei Siam Bike Tours, geleitet. Ihm zur Seite stand der ehemalige Weltklasse Ironman Athlet Jürgen Zäck aus Vallendar, der nun in Phuket als Trainer mit Z-Coaching, sein Können und Wissen an interessierte Sportler aus aller Welt weitergibt.

Fotos: privat

Neuwied. So verwunderte es auch nicht, dass die Teilnehmer aus Australien, der Schweiz, Belgien, Groß-Britannien, Indien, Irak und auch aus Deutschland kamen. Unter Ihnen auch der Neuwieder Conrad Lunar, der im letzten Jahr mit Jürgen Zäck in Neuwied bei der Triathlon-Premiere in der Staffel als Radfahrer erfolgreich war.

„Jürgen erzählte mir von der Tour und die Aussicht auf ein solches Abenteuer hat mich als Radfahrer sofort begeistert“, erklärt der junge Neuwieder. „Obwohl ich skeptisch war, ob man in Thailand auf dem Rennrad seinen Spaß haben kann – meine Bedenken bezogen sich auf die Qualität der Straßen – habe ich mich angemeldet.“ Der Tourplan sah vor, dass täglich zwischen 70 und 140 Kilometer gefahren werden; insgesamt acht Etappen mit einem Ruhetag in der Mitte.

„Das schlechte Wetter in Deutschland war keine gute Voraussetzung, um mit ordentlichem Training am Start zu stehen. Aber da der älteste Teilnehmer 70 Jahre alt war und ich mit 34 der jüngste, wurde auf den jeweiligen Level Rücksicht genommen. Wer schnell fahren wollte, fand sich dann eben auch in der schnellen Gruppe wieder. Von daher eignet sich die Tour wirklich für jeden!“ so Lunar.

Nach einem Tag in Bangkok, das mit all seinen Möglichkeiten die Teilnehmer faszinierte, ging es erstmal mit dem Bus nach Petchaburi um dort auf die erste Etappe Richtung Hua Hin zu starten. Nach 73 Kilometer war das Ziel erreicht und im Hilton Hotel Hua Hin, dem ältesten Seebad Thailands konnte man sich entspannen.

Neben den täglichen Radkilometern bot Jürgen Zäck zudem ein zusätzliches Lauf- und Schwimmtraining an, um den Triathleten unter den Teilnehmern eine optimale Vorbereitung für anstehende Wettkämpfe oder einfach nur wertvolle Tipps zu geben. Sinnvoll war es zudem, die sportliche Belastung durch ein erfrischendes Bad im Meer und/oder eine Massage, Thailand ist ja berühmt dafür, zu ergänzen.

Die nächsten drei Etappen führten entlang der Küste bis hin nach Chumphon, womit nach vier Tagen Radbelastung ein Ruhetag anstand.

„Da ich gemerkt habe, dass mir das heiße Klima und auch der Radkurs liegen, habe ich mich natürlich für jeden Extrakilometer entschieden, den man in dieser tollen Umgebung fahren konnte. In Chumphon hatte ich 423 Kilometer hinter mir. Das Besondere in Thailand auf den Straßen ist für mich der Linksverkehr gewesen, die vielen Hunde und die Schweller auf der Straße, um die Geschwindigkeit zu regulieren. Schon nach kurzer Zeit bestand der Wortschatz auf den schnellen Touren aus ‚keep left, dogs and bumps‘“, gibt Lunar zu.

Allerdings sei die Fahrt am Meer und durch die tropische Vegetation an Ortschaften mit Tempeln, Elefanten, Garnelenfarmen, Obstplantagen wie Ananas, Mango, Bananen und Kokosnüssen sowie Gummibaumplantagen absolut faszinierend, da dies den entscheidenden Gegensatz zur gewohnten Tour an Rhein und Mosel, Westerwald, Eifel, Taunus und Hunsrück bot. Der Ruhetag wurde damit nicht zum Ruhetag sondern aktiv genutzt.

Die nächste Etappe stellte mit gut 140 Kilometer die Königsetappe der Tour da. Die Ostküste Thailands mit dem angrenzenden Golf von Thailand wurde damit Richtung Ranong verlassen. Über Kuraburi und einen wunderschönen Zwischenstopp in einem „Urwaldhotel“ ging es an die Westküste nach Khao Lak an der Andamanensee, dem vorletzten Etappenziel.

Teilweise schon etwas müde, aber dann doch wehmütig ging es dann auf die letzte Etappe Richtung Phuket. Noch einmal hieß es die Koffer in den Verpflegungsbus packen, dessen Team uns all die Tagen so toll betreut hatte, denn bei jeder Pause war dafür gesorgt, dass es Erfrischungstücher, etwas zu essen und kalte Getränke gab.

In Thalang auf Phuket war es dann soweit: Der letzte Kilometer war gefahren und die Tour endete am Geschäft von Siam Bike Tours. Für Conrad Lunar standen 958 Kilometer am 22. Januar auf dem Tacho…neben ein paar Laufkilometern ein für den Januar in neun Tagen beachtliches Ergebnis.