Fahrrad Phuket

Bananenblätter flattern, überdimensionalen Fächern gleich, im Wind, der wie ein Föhn auf heißester Stufe von der Andamanensee herüberbläst.  Dabei hat er gerade einmal sein Trikot zurecht gezupft und die Trinkf laschen in den Haltern seines Rennrads verstaut. Gefahren ist der ehemalige Elite-Amateur aus der Schweiznoch keinen einzigen Meter. Und schon die ersten haben es in sich: Auf der Küstenstraße im Südwesten der Insel Phuket wechseln sich heftige, aber meist kurze Stiche von durchaus mal 18 bis 20 Prozent ab mit sanft geschwungenen Serpentinen, die durch Kautschuk-Plantagen und dichten Regenwald führen.

Der Blick schweift über sattgrüneKasurin-Fichten auf die türkis schimmernde Andamanensee, in der unzählige vorgelagerte Inseln wie riesige, träge Amphibien im Morgendunst liegen. So steil wie an der Westküste Phukets geht es im Osten der thailändischen Insel nicht zu – dort, wo Mangrovenwälder die f lachen Küstenabschnittesäumen. Auch die Topografie im Inselinnerenund auf dem Festland ist moderater,allenfalls wellig. Schwitzen tunRadler fraglos auch dort.

Das tropischeKlima ist Wohltat, aber auch Herausforderung.Kurt Schlaepfer jedenfallsgenießt es. „Ich habe es lieber heiß. ZuHause schlotterst du zu dieser Jahreszeitnoch im Thermoanzug“, sagt Kurti.„Wenn du dagegen hier in der Regenzeitmal nass wirst, ist das eine willkommeneAbwechslung; schließlich bistdu ruck-zuck wieder trocken“, ergänztsein Kumpel Martin Brot, der gemeinsammit Schlaepfer in Thailand den Radtouren anbieter„Siam Bike Tours“ gegründet hat.

Nur wenige Kilometer entfernt von der Küste führtKurtis Route hinein ins pralle Alltagsleben der Thailänder.In eine Welt, der zwar noch immer der Zauber des fernöstlichenLebens innewohnt, die aber nur noch wenig zu tunhat mit der gängigen Vorstellung vom Paradies. Es gehtlaut zu und hektisch. Tuk-Tuks – so heißen Mopeds inThailand – knattern mit Höllenlärm und Höllentempovorbei, transportieren mal ein Ungetüm von Kühlschrank,mal zwei bis drei Personen, es können aber auch vier sein.

Ein Tuk-Tuk-Pilot, kaum älter als zwölf, hält ein Handy inder rechten Hand, isst mit links ein Sandwich und lenktmit den Füßen; steuert geschickt durch das Chaos undumkurvt zwei Arbeitselefanten am Straßenrand.„Du schaust es dir an und denkst: Das geht nicht. Unddann geht es doch hervorragend“, sagt Kurti, „weil jeder aufden anderen Rücksicht nimmt.“ Auch die Abgase der TukTuks stören kaum, schließlich werden die Geruchsnervenvon erfreulicheren Düften umschmeichelt. Von denen derzahlreichen Garküchen am Straßenrand.

THAILANDTOUR

123biegt man kurz darauf wieder ab, fährt heraus aus dem Lärmund hinein ins Naturparadies. Dorthin, wo im DschungelWasserfälle mit lautem Getöse versuchen, das Zirpen derGrillen, das zu einem stetem Pfeifen anschwillt, zu übertönen.Wo am Strand Segelboote in der Dünung auf und ab schaukeln,und wo die Abendsonne so kitschig untergeht, dass sichdie Postkartenhändler gegenseitig auf die Füße treten, um dieschmachtende Begeisterung der zahlreichen Touristen gleichzu Geld zu machen. Für Martin und Kurti macht all das denReiz von Phuket aus.

„Es ist unglaublich abwechslungsreichhier, es gibt immer etwas zu sehen“, sagt Kurti. Seit zwanzigJahren bereisen die beiden Schweizer Thailand, vor fünf Jahrenhaben sie entdeckt, dass man dort wunderbar Rennrad fahrenkann. Seit 2005 bieten sie geführte Touren an.Doch auch Deutsche schätzen Thailand als Rennradziel:Michael Schweizer und Tjarko Cuppens vom PZ Racing Teamaus Aachen sind in Thailand sogar schon Rennen gefahren.Mit ihrer Mannschaft nahmen sie an der Tour of Siam teil.Teamkapitän Cuppens hatte die Idee und Kontakte, dazu einegehörige Portion Abenteuerlust. Also setzten sich die Rennfahrervom Fuß der Eifel an einem Wintertag bei fünf Gradminus in den Flieger, um bei der Tour of Siam mitzuradeln.„Natürlich machte uns der Temperatur unterschied von mehrals 30 Grad zu schaffen; das war brutal“, sagt Cuppens undlacht.

Er erinnert sich, dass die thailändischen Fahrer mitArmlingen und Westen unterwegs waren. „Ist ziemlich frischheute“, wurden die Deutschen aufgeklärt, als sie die Thaisfragten, warum sie bei 28 Grad Celsius so eingepackt waren.Die Aachener waren aber überrascht von der guten Organisationdes Rennens. „Die war fast so gut wie bei der BayernRundfahrt“, sagt Michael Schweizer. „Die Straßen in Thailandsind super und sie waren sehr gut abgesperrt.“ Zu schaffenmachte ihm eher die Fahrweise der Einheimischen. „Kurvenfahren ist nicht so ihr Ding“, drückt er sich diplomatisch aus.Auch ihr Fahrverhalten im Feld sei, gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig.Nur die Moral der Thais, die sei bewundernswert:„Die sprinten noch um Platz hundert und geben Vollgas,selbst wenn sie längst abgehängt sind.“Ein einziges Profiteam existiert in Thailand: Team BaraWinsor. Dazu kommen Renngruppen von der Polizei oderder Armee.

„Das sind zumeist Jungs aus finanziell nicht so gutPrächtig undexotisch: WatChalong, dergrößte buddhistischeTempelauf Phuket (ganzlinks), und dieBucht von AoMakham (links)Besinnlichund chaotisch:HöhlentempelWat Suwan Kuhain Phang Nga(rechts), Verkehrin Phuket Town(unten)TOUR 12/2007THAILANDgestellten Familien“, erklärt Herbert Huber, ein deutscherRadsport-Verrückter, den es nach Thailand verschlagenhat, wo er ein Rennrad-Internat unterstützt. Dass dortjedoch ein thailändischer Jan Ullrich heranwächst, sei beider geringen Zahl der Radsportler nicht zu erwarten. DasNiveau der Thai-Profis liege zwischen unterster ProfiKlasse und guten Amateuren in Deutschland.Dass es nur wenige thailändische Hobby-Fahrer gibt,hat einen banalen Grund. Die meisten können sich dasMaterial nicht leisten. Hungern muss zwar niemand derrund 65 Millionen Untertanen von König Bhumipol, dochviele leben von der Hand in den Mund.

Ein Bauarbeiterverdient am Tag ungefähr 200 Baht, keine fünf Euro.ZUR ORIENTIERUNGThailands Größe entspricht der Frankreichs.Im Süden grenzt es an Malaysia, im Nordwestenan Burma, im Nordosten an Laosund im Osten an Kambodscha. Währendsich im Norden Berge bis über 2.500 Metererheben, überzieht im Süden Regenwaldein Hügelland. Die 539 Quadratkilometergroße Insel Phuket liegt an der Westküste,800 Kilometer südlich von Bangkok.TOURENCHARAKTERISTIKIn Thailand herrscht Linksverkehr! Auf dengroßen Straßen teilt man sich die Standspurmit den Mopeds. Der Asphalt ist fastüberall hervorragend, es rollt wunderbar.Wenn es rollt. Denn besonders an der Küsteist Radfahren Schwerstarbeit. Kurze,aber knackige Anstiege sind oft mehr als15 Prozent steil. Ein Rettungsring hintenoder eine Dreifach- oder Kompaktkurbelvorne sind deshalb zu empfehlen. Diehöchste Erhebung auf Phuket erreichtetwas mehr als 500 Meter.

BESTE REISEZEIT

Meteorologen nennen Thailands Klimatropisch-monsual. Im Gegensatz zu NordThailand ist es auf Phuket ausgeglichen.Die beste Reisezeit, die „kühle“ Zeit, liegtzwischen November und März. „Kühl“bedeutet, dass die Temperaturen 30 Gradnicht übersteigen. Von Ende März bis Maiwird es heiß, dann, bis in den späten Oktober,herrscht Regenzeit auf der Insel. Kälterals 25 Grad wird es jedoch so gut wie nie.ANREISECondor fliegt dienstags und samstags abFrankfurt nonstop nach Phuket; auf demRückflug mit Zwischenlandung in Sharjah.Im Februar kosten Hin- und Rückflug ab962 Euro. Für den Transport des Rades (vorheranmelden) fallen 50 Euro an. KontingentierteOneway-Tickets gibt es ab 181 Euro.Infos unter www.condor.com oder Telefon0 18 05/76 77 57 (14 Cent/Minute).Thai Airways fliegt von Frankfurt zweimal,von München und Zürich einmal täglichnach Phuket, stets mit Zwischenstopp inBangkok.

Hin- und Rückflug kosten in der124

INFOS

Erfrischend undnatürlich: dieFröhlichkeit derThais (oben).Schmackhaft undpreiswert: dieunerschöpflichenLeckereienthai ländischerGarküchen (rechts)TOUR 12/2007 125Lediglich in Bangkok existiert eine kleine Radsport-Szene.Abends treffen sich gut situierte Thais in der Nähe desFlughafens – das Rennrad auf der Sitzbank des PorscheCabrios oder im riesigen Pick-Up verstaut –, um einigeRunden zu drehen. „Für die meisten von uns ist ein Rennradunerschwinglich“, sagt Prasut Chitmart, der in Karonauf Phuket einen Fahrradladen betreibt. „Aber es gibt einpaar Verrückte, die sich das Geld über Monate vom Mundabsparen.“ Er selbst sitzt meist auf dem Mountainbike.Martin Brot will ihn vom Rennrad überzeugen. „Warte ab,ich arbeite dran“, sagt er und lacht, „in einem Jahr habe ichdich so weit, dass du aufs Rennrad wechselst.“Phuket war stets eine der reichsten Regionen des Landes.

Früher brachte der Abbau von Kautschuk und Zinn denMenschen ein gutes Einkommen. Heute ist es der Tourismus,der aber auch einen Schatten auf die sonnen verwöhnteRegion wirft. Der ausgelöste Bauboom hat merkwürdigeBlüten getrieben – vor allem in Patong, einem ehemaligenFischerdorf, das heute nur noch aus Beton, Metall, Neonund schlechtem Geschmack zu bestehen scheint. Andererseits:Wer sich am „Ballermann“ auf Mallorca amüsiert, derwird auch in Patong seinen Spaß haben. Und wer denTrubel scheut, der findet, ähnlich wie auf der BalearenInsel, auch ruhigere Ecken. Als Standort für Rennradfahrerist die Insel ideal. Sie wird direkt von Deutschland aus angeflogen, Urlauber finden Hotels aller Kategorien. DieStraßen sind vom Feinsten, die medizinische Versorgungist annähernd auf europäischem Niveau. Und als Alternativezum Radfahren locken Tauchabenteuer oder Bootstourendurch die Inselwelt der Andamanensee.

Die Thais begegnen den Fremden liebenswert undhöflich, selbst wenn mancher Tourist ihre religiösen undkulturellen Sitten missachtet. Besonders Renn radler, dieExoten unter den Urlaubern, werden freundlich gegrüßt.Wer anhält, bekommt als erstes per Hand den Reifendruckgeprüft. Wenn der stimmt, lächelt man zufrieden. Zufriedenheitund Gelassenheit, das ist es auch, was TjarkoCuppens besonders imponiert: „Thais sind relaxed. Washeute nicht geht, geht eben morgen. Oder übermorgen“, beschreibter seine Eindrücke. Thailänder leben im Hier undJetzt. Vielleicht hat diese Einstellung – und ihre Religion,der Buddhismus – es ihnen erleichtert, die Tragödie desTsunami vom 26. Dezember 2004 zu verarbeiten.Überall auf Phuket weisen Schilder den Weg zurTsunami Evacuation Route. 279 Opfer hat die Welle aufPhuket gefordert – in der nördlich angrenzenden Regionum Khao Lak waren es mehr als 4.500.

Phukets kleinesFischerdorf Ban Naam Kaen hat es am ärgsten getroffen.Der Weg dorthin führt vorbei an Ruinen, Straßen endenim Nirgendwo. Die Brise vom Meer wirbelt den Sand auf,den die Flut weit ins Landesinnere getragen hat. Fast jederhier hat Familienangehörige und Besitz verloren, doch diemeisten sind geblieben, haben sich wieder etwas aufgebaut.Die Menschen, die so sehr unter der Flutkatastrophe gelittenhaben – sie lächeln. Das arg strapazierte Klischee vom„Land des Lächelns“ scheint zuzutreffen. Wenngleich sichhinter einem Lächeln alles verbergen kann. „Es gibt so vieleverschiedene Arten des Lächelns“, verrät Martin Brot. Undobwohl er schon so lang nach Thailand reist, hat er es, wieer zugeben muss, „längst nicht ergründet.“ Das dürfte einZiel für ihn sein, in den kommenden Jahren. Den Rennradsportin Thailand populär zu machen, ein anderes.Hauptsaison ab 900 Euro, in der Nebensaisonab 700 Euro.

Die Flugzeit bis Bangkokbeträgt elf Stunden, plus eine Stundenach Phuket. Falls 20 Kilo Gepäck (in derEconomy-Class) nicht überschritten werden,ist die Mitnahme des Fahrrads kostenlos.Darüber kostet jedes Kilo rund 90 Cent. Infoswww.thaiair.de oder Telefon 0 69/92 87 44 44Reisende aus westeuropäischen Ländernbenötigen kein Visum, sie erhalten bei derEinreise (mit Reisepass) eine Aufenthaltsgenehmigungbis zu 30 Tagen.

MIETWAGEN

Ein Pick-Up kostet bei Budget inklusive Versicherung,mit unbegrenzten Kilometern, 150bis 200 Euro pro Woche (www.budget.de).

SPRACHE

In den Touristenzentren wird englisch gesprochen,abseits der gängigen Pfade fastnur thailändisch. Die Beschilderung ist inden Touristenregionen zweisprachig.

UNTERKUNFT

Anständige Zimmer und Bungalows kostenab 20 Euro, ein Doppelzimmer in besserenResorts zwischen 50 und 100 Euro. AllePreise beziehen sich auf die Hauptsaison(11. Januar bis 30. April 2008)Betriebsamer Südwesten: AndamanCannacia Resort & Spa, Telefon 00 66/76/2 84 21 14, www.phuket-cannacia.comDas stilvolle Hotel der gehobenen Mittelklassemit super Service liegt auf einemHügel mit Blick über die Bucht von Kata.Einziger Nachteil: Am Ende jeder Tour wartetein hochprozentiger Schlussanstieg.Doppelzimmer kosten ab 80 Euro.Woraburi Phuket Resort & Spa, Telefon00 66/76/39 66 38, www.woraburi.comAngenehme Zimmer, am nicht besondersidyllischen Karon-Beach gelegen.

Doppelzimmer ab 100 Euro.Ruhiger Nordwesten: Nai Thonburi BeachResort, Telefon 00 66/76/2 05 50 04,www.naithonburi.comEdles Resort am idyllischen Naithon Beach.Doppelzimmer kosten 100 Euro.Phuket Naithon Resort, Telefon 00 66/76/20 52 33, www.phuketnaithonresort.com,Doppelzimmer ab 22 Euro.Romantisch und einsam:Ka Lim Beach kurzvor SonnenuntergangROUTENTOUR 1 | Baywatching59 Kilometer, 590 Höhenmeter, maximal 18 Prozent SteigungKata Beach – Bhan Kok – Nai Harn – Prom Thep Cape – Rawai Beach– Wat Chalong – Makham Bay – Chalong – Kata BeachVon Kata auf der Straße 4233 Richtung Prom Thep. An der erstenSteigung (Km 4,5) rechts halten. An einer Gabelung rechts, vordem See links. Auf und ab entlang der Nai-Harn-Bucht. VomProm Thep Cape, dem südlichsten Punkt der Insel, kurz steilbergab, dann rechts (Km 11). Auf der 4024 am Rawai Beach entlang,nach 1,5 Kilometern links Richtung Wat-Chalong-Tempel,den man nach einem Kreisel (zweite Ausfahrt) erreicht. AmTempel (Km 21) auf die 4022. Zweimal Richtung Phuket: an dernächs ten Ampel rechts, nach 1,5 Kilometern links. Nach weitern1,5 Kilometern auf der lebhaften 4021 rechts zur Mahkam Bay.

Am Kreisel geradeaus, nach drei Kilometern rechts dem Schild„Novotel“ folgen, dann der Küstenstraße mit Blick auf dieChalong-Bucht. Vorbei am idyllischen Ao Yon Beach zur 4129.Dort links Richtung Phuket. An einer Ampel (Km 43) links RichtungProm Thep Laem zu einem Markt. Dort rechts, an der 4021links. Am Kreisel in Chalong rechts nach Kata und Karon Beach.TOUR 2 | Auf den Spuren von 007128 Kilometer, 510 Höhenmeter, maximal sechs Prozent SteigungSarasin Bridge – Khok Kloi – Tha Yu – Takua Thung –Phang Nga – Bang Siat – Khok Luat – Ao Luk – Ban Thung –Ban Khao Thong – Noppharat Thara BeachMit dem Taxi zum Start an der Sarasin-Bridge im Norden vonPhuket.

Auf der Hauptstraße 4 Richtung Krabi. Kurz vor PhangNga (Km 42) rechts auf die 415. Rechts (Km 58) auf die Nebenstraße1002 Richtung Ao Luk. Auf und ab durch die Kalksteinberge,durch Ao Luk hindurch zur 4, rechts. In Ban Thung (Km101) rechts, am Markt vorbei Richtung The Lane Bay. Nach 1,5Kilometern links, nach sieben Kilometern an der Gabelung geradeaus,Fluss überqueren, hinter dem Tempel Wat Khao Tiam Palinks. Bald rechts auf die 4034 nach Krabi und Ao Nang (manchmalals „Phra Nang“ ausgeschildert).

Kilometer 122: rechts zumNoppharat Thara Beach. An einer Schranke vorbei zum Strand,wo Longtail-Boote Radler und Rad zur Fähre bringen. Fährticketsfür 11 Euro kauft man am besten vorher auf Phuket bei Let’s GoTravel, Telefon 0 76/33 33 88. Eventuell verlangen die Kontrolleure200 Baht (4,50 Euro) für den Rad-Transport. In 1,5 Stundendurch die Inselwelt der Andamanensee, Kulisse des James-BondFilms „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Vom Hafen in PhuketTown zurück per Taxi – oder per Rad durchs Gewühl der Inselhauptstadt:Richtung Prom Thep, dann Kata und Karon Beach.TOUR 3 | Resort Hopping102 Kilometer, 790 Höhenmeter, maximal 20 Prozent SteigungKata – Chalong – Bang Rong– Muang Mai – Nai Thong –Bang Tao – Kamala – Patong – Karon Beach – KataVon Kata auf der 4028 Richtung Phuket Town.

Am Kreisel inChalong auf die 4022. Am Shopping-Center „Central“ geradeausauf der 402 Richtung Phang Nga. Rechts (Km 16), nach 300 Meternlinks. Kilometer 22: links auf dem breiten Seitenstreifen derAutobahn Richtung Airport. Am Heldendenkmal (Km 27,5) rechtsauf die 4027 nach Pa Khlok. Durch Straßendörfer bis Muang Mai.Dort links, am nächsten Wendepunkt umkehren. Zweimal links:auf die 4026 Richtung Airport, nach vier Kilometern auf die 4031

MASSAGETOUR-Tipp:

Gönnen Sie sicheine Massage wie bei den Radprofis.Studios gibt es an jederEcke. Für umgerechnet fünf biszehn Euro bekommt man eineThai-Massage oder die empfehlenswertereÖl-Massage – zweiStunden lang! Für Radler-Beineund Radler-Rücken herrlich.

ESSEN & TRINKEN

Essen spielt in Thailand einewichtige Rolle. Thais fragen weniger:„Wie geht’s?“, sonderndanach, was es zuletzt zu essengab. Die Küche ist vielfältig:Fisch, Meeresfrüchte undHuhn dominieren dieKarte, stets wird dazuReis serviert. Das Gemüseist knackig und frisch.Exotische Früchte wie dieDurian, eine nach Käseriechende Frucht,machen das Essen zumAbenteuer. Empfehlenswertist die Tom-YamSuppe, eine säuerlichscharfeSuppe mit Garnelen,Fisch oder Hühnchen,mit Lemongras unddiversen Kräutern abgeschmeckt.In Restaurants,in denen Einheimische speisen, ist dieKüche authentisch und meist recht scharf(„spicy“). Für etwas mehr als einen Euro bekommtman schon ein fantastisches Essen.Am Ende des Kata Beach liegen einige einfacheRestaurants mit Meerblick. Und werauf Gewohntes nicht verzichten mag – keinProblem. Im Schatten von Bananen undPalmen gibt es auf Phuket sogar Kasslermit Sauerkraut. Na, wer’s mag …TOUR-Tipp: Seafood-Restaurant am Ao YonBeach auf der Route 1.

VERHALTENSTIPPS

Berühren Sie Kinder nie am Kopf. Was beiuns als freundliches Tätscheln gang undgäbe ist, ist in Thailand verpönt. Der Kopf ist

THAILAND126 TOUR

Zurück nach Phuket: Mit dem Boot durch die Adamanensee (Tour 2)Perfekt für müde Radlermuskeln:preiswerte Thai-MassageTOUR 12/2007 127Richtung Nai Yang Beach. Nach drei Kilometern rechts auf dasteils steile Sträßchen zum schönen Nai Thon Beach (Hinweisschilder).Der Küste folgen, zuerst mit Meerblick, dann durcheine hässlich verbaute Ebene. Nächste Gabelung rechts aufdie 4030. Nach der zweiten Ampel rechts nach Surin Beach undKamala (4025). Über den Hügel und auf der Küstenstraße RichtungPatong, dort am Strand entlang.

Vor dem Absolute BeachResort links und sofort rechts Richtung Prom Thep. In Karon amKreisel der Strandpromenade folgen nach Kata Beach.TOUR 4 | Dschungelfieber107 Kilometer, 700 Höhenmeter, maximal zehn Prozent Steigung(ohne den Abstecher nach Baan Nahm Khem)Khao Lak – Takua Pa – Ban Phu – Plai Hang – Thung Maphrao –Ban Lam Ru – Khao LakMit Taxi oder Mietwagennach Khao Lak.Auf der Küstenstraßenach Takua Pa. Wer sichüber die TsunamiAuswirkungen von 2004informieren möchte,kann zum Baan NahmKhem TsunamiMemorial Park fahren,wo der Opfer des zerstörtenFischerdorfsgedacht wird. In TakuaPa an der ersten Ampel rechts, leicht bergan Richtung Krabi.

Ander Gabelung (Km 35) rechts, in Ban Phu geradeaus über dieKreuzung, hundert Meter weiter links, kurz danach rechts. HintermStraßengewirr von Ban Phu (Km 37) den Schildern nachPhang Nga und Krabi folgen. Zweimal rechts: an der Weggabel(Km 45) auf die 4090 und bei Kilometer 55. Auf welligem Terraindurch den Regenwald zu einer kleinen Passstraße (Km 63). InPlai Hang an der Gabelung (Km 75) rechts auf die 4240, in ThungMaphrao (Km 90) zur Hauptstraße. Auf der Küstenstraße zurück.heilig. Ganz anders verhält es sich mit denFüßen. Die gelten als niedrigstes Körperteil,mit dem man nicht auf seinen Gegenüberzeigen sollte. Schon lässig übereinandergeschlagene Beine können zu Irritationenführen. Nahezu jeder Thai verehrt dasKönigshaus. Abfällige Bemerkungen überKönig Bhumipol Adulyadej werden nicht gernegehört, eventuellsogar bestraft.

FAHRRADSERVICE

Kata: Siam Bike Tours, 135 Patak Road.Shop und Leihräder vom SchweizerTourenanbieter: Leihrenner (Trek 1.000 undTrek 1.500) mit Ultegra-Ausstattung kostenab 60 Euro pro Woche.

Siam Bike Tours führtauch Touren auf Phuket sowie von Bangkoknach Phuket oder Koh Samui. Beispiel:„Seniorenreise Bangkok – Phuket“, 17. Februarbis 2. März 2008: 2.490 Euro. Infos:Telefon 00 66/8 97 30 74 41, www.siambiketours.com, www.bike-adventure-tours.chKaron Beach: Beach Boys Bike Shop,Patak Road 27, Telefon 00 66/76/28 40 22Shop, der sich auf MTB spezialisiert hat,aber auch fürs Rennrad kompetente Hilfebietet und Ersatzteile aus Bangkok besorgt.INFORMATIONENIn Deutschland: Thailändisches Fremdenverkehrsamt(TAT), Bethmannstraße 56,60311 Frankfurt/Main, Telefon 0 69/13 81 39-0, www.thailandtourismus.deVor Ort: TAT Southern Office, 73–75 PhuketRoad, Amphoe Muang, 83000 Phuket,Telefon 0066/ 76/21 10 36,E-Mail: tathkt@phuket.ksc.co.thLITERATUR & KARTENReiseführer: „Thailands Süden“, Reise-Know-How-Verlag, ISBN 3831712166; 17,50 EuroKarten: „Phuket“, 1:80.000, Borch BerndtsonMaps, ISBN 978-3897075139; 4,90 Euro.Vor Ort: „Phuket, Phang Nga, Khao Lak“,1:125.000, ISBN 9747745836, rund 2,50 Euro

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